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	<title>Matura Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-05-17T04:56:48Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Baumdiagramme_und_Pfadregeln&amp;diff=2415</id>
		<title>Wahrscheinlichkeit: Baumdiagramme und Pfadregeln</title>
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		<updated>2014-11-01T15:28:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;188.22.24.205: /* Beispiele */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Folgenden beschäftigen wir uns mit &amp;quot;mehrstufigen Zufallsexperimenten&amp;quot;. Dies sind Experimente, die mehrmals ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele:&lt;br /&gt;
* Mehrere Würfe mit einem Würfel: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit zwei 6er hintereinander zu würfeln?&lt;br /&gt;
* Mehrere Kugeln aus einer Urne blind ziehen: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, 3 rote und 2 gelbe zu ziehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baumdiagramme ==&lt;br /&gt;
Um mehrstufige Zufallsexperimente darzustellen, verwendet man Baumdiagramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Bild (Stamm, Blätter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pfadregeln ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|J8UEX5X7qQo}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahrscheinlichkeitsrechnung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>188.22.24.205</name></author>
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	<entry>
		<id>https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Baumdiagramme_und_Pfadregeln&amp;diff=2414</id>
		<title>Wahrscheinlichkeit: Baumdiagramme und Pfadregeln</title>
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		<updated>2014-11-01T15:28:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;188.22.24.205: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Folgenden beschäftigen wir uns mit &amp;quot;mehrstufigen Zufallsexperimenten&amp;quot;. Dies sind Experimente, die mehrmals ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele:&lt;br /&gt;
* Mehrere Würfe mit einem Würfel: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit zwei 6er hintereinander zu würfeln?&lt;br /&gt;
* Mehrere Kugeln aus einer Urne blind ziehen: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, 3 rote und 2 gelbe zu ziehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baumdiagramme ==&lt;br /&gt;
Um mehrstufige Zufallsexperimente darzustellen, verwendet man Baumdiagramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Bild (Stamm, Blätter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pfadregeln ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|J8UEX5X7qQo}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahrscheinlichkeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>188.22.24.205</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Grundlagen&amp;diff=2413</id>
		<title>Wahrscheinlichkeit: Grundlagen</title>
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		<updated>2014-11-01T15:27:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;188.22.24.205: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung beschätfigen wir uns mit Zufallsexperimenten wie zum Beispiel &lt;br /&gt;
* dem Wurf einer Münze oder eines Würfels&lt;br /&gt;
* dem blinden Ziehen einer Kugel aus einer Urne&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
und wollen dabei bestimmen, wie wir die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines bestimmten Ereignisses abschätzen bzw. berechnen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsteig ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage zum Einstieg:&lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, beim Würfeln mit einem Würfel eine 3 zu Würfeln (vorausgesetzt natürlich, es handelt sich um einen fairen (perfekten) sechseitigen Würfel)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: Wahrscheinlichkeit für einen 3er$=\frac{1}{6}\approx 0.167 = 16.7$%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgekürzt schreibt man auch&lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$&lt;br /&gt;
wobei $P(3er)$ für &amp;quot;''Wahrscheinlichkeit (engl. '''p'''robability) von einer 3''&amp;quot; steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kommt man übrigens auf $\frac{1}{6}$? &lt;br /&gt;
Ganz einfach: Insgesamt gibt es 6 mögliche Versuchsausgänge (1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er) und nur bei einem davon kommt eine 3. &lt;br /&gt;
Also: Bei 1 von 6 $=\frac{1}{6}$ aller Ausgänge kommt ein 3er. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffe ==&lt;br /&gt;
* Die Menge aller möglichen Versuchsaufgänge nennt man $Ereignismenge\ \Omega$  &lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $\Omega=\{ 1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er\}$&lt;br /&gt;
* Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Ereignisses $E$ wird mit $P(E)$ abgekürzt.&lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $E=$&amp;quot;ein 3er wird gewürfelt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundregeln und die Laplace'sche Wahrscheinlichkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Machen wir noch ein paar Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für eine 6?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 6er} }=\frac{1}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur einer davon (ein 6er) ist '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit einen 5er ODER einen 6er zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(5er\lor 6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 5er oder 6er} }=\frac{2}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur zwei davon (ein 5er oder 6er) sind '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= In einer Box sind 100 Lose. Nur 7 davon sind Gewinne. Du ziehst blind eines der Lose. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das gezogene Los ein Gewinn ist?&lt;br /&gt;
|2= Wie bei den oberen Beispielen überlegen wir uns wieder, wie viele '''mögliche''' Ausgänge es gibt (=100) und wie viele davon für uns '''günstig''' sind (=7). Damit gilt:&lt;br /&gt;
$$P(Gewinn)=\frac{7}{100}$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit können wir nun eine allgemeine Regel ableiten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= '''Regel von Laplace'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Zufallsversuch, bei dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) jedes Einzelereignis die gleiche Chance des Eintretens hat und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) es nur endlich viele verschiedene Einzelereignisse gibt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt für die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $E$:&lt;br /&gt;
$$P(E)=\frac{\textrm{Anzahl der für E günstigen Ausgänge} }{\textrm{ Anzahl der möglichen Ausgänge} }=\frac{ \textrm{günstige} }{\textrm{mögliche} }$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Violett: Quizzes und dynamische Aufgabenblätter| &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color:#FF3E96&amp;quot;&amp;gt; ? &amp;lt;/span&amp;gt;]]  Auf dieser [http://rfdz.ph-noe.ac.at/fileadmin/Mathematik_Uploads/Medienvielfalt/Medienvielfalt3/lernpfad_einfuehrung_wahrscheinlichkeitsrechnung/Lernpfad_Wahrscheinlichkeit/034_Bsp.html Seite] findest du weitere Übungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Gegenwahrscheinlichkeit sowie sichere und unmögliche Ereignisse ==&lt;br /&gt;
Zu allererst zwei Überlegungen: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= &lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendetwas passiert, ist 100%=1 (z.B. Wahrscheinlichkeit, dass man beim Münzwurf &amp;quot;Kopf&amp;quot; oder &amp;quot;Zahl&amp;quot; wirft ist 100%).&lt;br /&gt;
$$P(\Omega)=1$$&lt;br /&gt;
wobei $\Omega$ die Menge der möglichen Ereignisse ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für ein unmögliches Ereignis ist 0 (z.B. Wahrscheinlichkeit, beim '''Münz'''wurf eine 6 zu Würfeln)&lt;br /&gt;
$$P(unmögliches\ Ereignis)=0$$&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Nun zu folgendem Beispiel: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, '''keine''' 6 beim Wurf mit einem Würfel zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Hier gibt es zwei Lösungsmöglichkeiten:&lt;br /&gt;
#. Variante: $$P(kein\ 6er)=P(1er, 2er, 3er, 4er, 5er)=\frac{günstige}{mögliche}=\frac{5}{6}$$ &amp;lt;br&amp;gt; Das Problem ist, dass wir uns hier überlegen müssen, welche Ereignisse alle infrage kommen. Dies kann mitunter aufwändig werden. Einfacher geht es mit der&lt;br /&gt;
#.Variante:&lt;br /&gt;
$$P(kein\ 6er)=P(irgendetwas\ passiert)-P(6er)=1-P(6er)=1-\frac{1}{6}=\frac{5}{6}$$&lt;br /&gt;
Hier haben wir die gesuchte Wahrscheinlichkeit ($P(kein\ 6er)$) mithilfe der Gegenwahrscheinlichkeit ($P(6er)$) berechnet. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= '''Satz über die Gegenwahrscheinlichkeit'''&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $\bar{E}$ (&amp;quot;nicht $E$&amp;quot;) beträgt:&lt;br /&gt;
$$P(\bar{E})=1-P(E)$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= In einer Urne mit 20 Kugeln sind 5 blau, 3 rot, 7 gelb und 5 grün. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, keine blaue Kugel zu ziehen?&lt;br /&gt;
|2=&lt;br /&gt;
$$P(nicht\ blau)=1-P(blau)=1-\frac{5}{20}=\frac{1}{4}=25\%$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Additions- und Multiplikationsregel sowie das Geburtstagsparadoxon ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Additionsregel (&amp;quot;ODER&amp;quot;-Regel) ===&lt;br /&gt;
Zuerst eine kleine Definition:&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unvereinbar'''''&amp;quot;, wenn nicht beide zur selben Zeit auftreten können. Anders formuliert:&lt;br /&gt;
$$P(E\cap F)=0$$&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass $E$ '''und'''($=\cap$) $F$ zusammen eintreten, ist 0. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel:''' Das Ereignis $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot;  und das Ereignis $F=$&amp;quot;ich würfle eine 1&amp;quot; sind beim Wurf mit einem Würfel unvereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel mit nicht unvereinbaren Ereignissen''': $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot; und $F=$&amp;quot;ich würfle eine gerade Zahl&amp;quot;. Hier kann nämlich gleichzeitig $E$ und $F$ eintreten (nämlich, wenn ein 6er gewürfelt wird). &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun zur&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1='''Additionsregel (&amp;quot;Oder&amp;quot;-Regel)'''&lt;br /&gt;
Sind zwei Ereignisse $E$ und $F$ unvereinbar, dann gilt:&lt;br /&gt;
$$P(E\cup F)=P(E)+P(F)$$&lt;br /&gt;
(&amp;quot;''Die Wahrscheinlichkeit $E$ '''oder''' ($=\cup$) $F$ zu erhalten ist die $P(E)$ plus $P(F)$''&amp;quot;) }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= &lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit beim Würfeln eine 6 '''oder''' eine 3 zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Das Ereignis $E=$&amp;quot;$6er\ würfeln$&amp;quot; und $F=$&amp;quot;$3er\ würfeln$&amp;quot; sind unvereinbar. Somit können wir unsere Additionsregel anwenden: &lt;br /&gt;
$$P(6er\cup 3er)=P(6er)+P(3er)=\frac{1}{6}+\frac{1}{6}=\frac{2}{6}$$}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;toccolours mw-collapsible mw-collapsed&amp;quot; style=&amp;quot;width:800px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#A020F0&amp;gt; '''Wichtiger Hinweis''' &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;mw-collapsible-content&amp;quot;&amp;gt; Die Eigenschaft, dass die Ereignisse unvereinbar sein müssen, ist wichtig! Nehmen wir z.B. zwei Ereignisse, die nicht unvereinbar sind: &lt;br /&gt;
* $E=$&amp;quot;man würfelt eine 2&amp;quot; und&lt;br /&gt;
* $F=$&amp;quot;man würfelt eine gerade Zahl&amp;quot; (d.h. 2, 4 oder 6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
$E$ und $F$ sind nicht unvereinbar, denn $P(E\cap F)=P(2er\ und \ gerade)=P(2er)=\frac{1}{6}$.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gilt selbstverständlich $P(E)=\frac{1}{6}$ und $P(F)=\frac{3}{6}$ aber für die Wahrscheinlichkeit, eine 2 ODER eine gerade Zahl zu würfeln gilt: &lt;br /&gt;
$$\underbrace{P(E\cup F)}_{\frac{3}{6}}\ne \underbrace{P(E)+P(F)}_{\frac{1}{6}+\frac{3}{6}}$$&lt;br /&gt;
Da die Wahrscheinlichkeit, eine gerade Zahl zu Würfeln nur $\frac{3}{6}$ ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Multiplikationsregel (&amp;quot;UND&amp;quot;-Regel)===&lt;br /&gt;
Zuerst wieder eine kleine Definition: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unabhängig voneinander'''''&amp;quot;, wenn das erste Ereignis keinen Einfluss auf das zweite hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beispiel: Ich werfe zweimal mit einem Würfel. Das Ergebnis des ersten Wurfs ($=E$) hat in der Regel nichts mit dem Ergebnis des zweiten Wurfs ($=F$) gemeinsam. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zur &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= '''Multiplikationsregel ('''UND'''-Regel):'''&lt;br /&gt;
Sind zwei Ereignisse $E$ und $F$ unabhängig voneinander, dann gilt für die Wahrscheinlichkeit, dass beide zusammenauftreten:&lt;br /&gt;
$$P(E\cap F)=P(E)\cdot P(F)$$&lt;br /&gt;
Die W., dass $E$ '''und'''($=\cap$) $F$ zusammen auftreten ist $P(E)$ mal $P(F)$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Es wird zweimal hintereinander mit einem Würfel geworfen. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass zuerst eine 6 und anschließend eine 3 gewürfelt wird.&lt;br /&gt;
|2=&lt;br /&gt;
Beide Ereignisse ($E=$ &amp;quot;zuerst eine 6&amp;quot; und $F=$ &amp;quot;dann eine 3&amp;quot;) sind unabhängig. Somit gilt nach der Multiplikationsregel:&lt;br /&gt;
$$P(6er \cap 3er)=P(6er)\cdot P(3er)=\frac{1}{6}\cdot \frac{1}{6}=\frac{1}{36}$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Geburtstagsparadoxon: Anwendung der Gegenwahrscheinlichkeit und der Multiplikationsregel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{#ev:youtube|RIBrYgEhu2g}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist überhaupt Wahrscheinlichkeit - Wahrscheinlichkeit als Grenzwert der relativen Häufigkeit == &lt;br /&gt;
Eine Wahrscheinlichkeit ist eigentlich Maß für eine Erwartung. &lt;br /&gt;
Beim Würfeln gibt &lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$ &lt;br /&gt;
an, dass ungefähr in einem von 6 Würfen ein 3er erscheint. Im eigentlichen meint man aber eher folgendes: &amp;quot;''Wenn ich oft genug würfle, dann wird ungefähr in einem Sechstel aller Fälle ein 3er erscheinen''&amp;quot;. D.h. Die Wahrscheinlichkeit gibt den Grenzwert der [[Statistik|relativen Häufigkeit]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In der Mathematik drückt man den Grad der Erwartung durch eine reelle Zahl aus dem Intervall [0;1] aus und bezeichnet die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses E mit P(E) (=Propability/Probabilität von E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 hier noch ein Bsp zu Gesetz der großen Zahlen - Excel Liste, in der die relative Häufigkeit sich der tatsächlichen W. nähert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahrscheinlichkeitsrechnung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>188.22.24.205</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Grundlagen&amp;diff=2412</id>
		<title>Wahrscheinlichkeit: Grundlagen</title>
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		<updated>2014-11-01T15:27:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;188.22.24.205: /* Das Geburtstagsparadoxon: Anwendung der Gegenwahrscheinlichkeit und der Multiplikationsregel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung beschätfigen wir uns mit Zufallsexperimenten wie zum Beispiel &lt;br /&gt;
* dem Wurf einer Münze oder eines Würfels&lt;br /&gt;
* dem blinden Ziehen einer Kugel aus einer Urne&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
und wollen dabei bestimmen, wie wir die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines bestimmten Ereignisses abschätzen bzw. berechnen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsteig ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage zum Einstieg:&lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, beim Würfeln mit einem Würfel eine 3 zu Würfeln (vorausgesetzt natürlich, es handelt sich um einen fairen (perfekten) sechseitigen Würfel)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: Wahrscheinlichkeit für einen 3er$=\frac{1}{6}\approx 0.167 = 16.7$%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgekürzt schreibt man auch&lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$&lt;br /&gt;
wobei $P(3er)$ für &amp;quot;''Wahrscheinlichkeit (engl. '''p'''robability) von einer 3''&amp;quot; steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kommt man übrigens auf $\frac{1}{6}$? &lt;br /&gt;
Ganz einfach: Insgesamt gibt es 6 mögliche Versuchsausgänge (1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er) und nur bei einem davon kommt eine 3. &lt;br /&gt;
Also: Bei 1 von 6 $=\frac{1}{6}$ aller Ausgänge kommt ein 3er. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffe ==&lt;br /&gt;
* Die Menge aller möglichen Versuchsaufgänge nennt man $Ereignismenge\ \Omega$  &lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $\Omega=\{ 1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er\}$&lt;br /&gt;
* Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Ereignisses $E$ wird mit $P(E)$ abgekürzt.&lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $E=$&amp;quot;ein 3er wird gewürfelt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundregeln und die Laplace'sche Wahrscheinlichkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Machen wir noch ein paar Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für eine 6?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 6er} }=\frac{1}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur einer davon (ein 6er) ist '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit einen 5er ODER einen 6er zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(5er\lor 6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 5er oder 6er} }=\frac{2}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur zwei davon (ein 5er oder 6er) sind '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= In einer Box sind 100 Lose. Nur 7 davon sind Gewinne. Du ziehst blind eines der Lose. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das gezogene Los ein Gewinn ist?&lt;br /&gt;
|2= Wie bei den oberen Beispielen überlegen wir uns wieder, wie viele '''mögliche''' Ausgänge es gibt (=100) und wie viele davon für uns '''günstig''' sind (=7). Damit gilt:&lt;br /&gt;
$$P(Gewinn)=\frac{7}{100}$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit können wir nun eine allgemeine Regel ableiten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= '''Regel von Laplace'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Zufallsversuch, bei dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) jedes Einzelereignis die gleiche Chance des Eintretens hat und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) es nur endlich viele verschiedene Einzelereignisse gibt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt für die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $E$:&lt;br /&gt;
$$P(E)=\frac{\textrm{Anzahl der für E günstigen Ausgänge} }{\textrm{ Anzahl der möglichen Ausgänge} }=\frac{ \textrm{günstige} }{\textrm{mögliche} }$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Violett: Quizzes und dynamische Aufgabenblätter| &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color:#FF3E96&amp;quot;&amp;gt; ? &amp;lt;/span&amp;gt;]]  Auf dieser [http://rfdz.ph-noe.ac.at/fileadmin/Mathematik_Uploads/Medienvielfalt/Medienvielfalt3/lernpfad_einfuehrung_wahrscheinlichkeitsrechnung/Lernpfad_Wahrscheinlichkeit/034_Bsp.html Seite] findest du weitere Übungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Gegenwahrscheinlichkeit sowie sichere und unmögliche Ereignisse ==&lt;br /&gt;
Zu allererst zwei Überlegungen: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= &lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendetwas passiert, ist 100%=1 (z.B. Wahrscheinlichkeit, dass man beim Münzwurf &amp;quot;Kopf&amp;quot; oder &amp;quot;Zahl&amp;quot; wirft ist 100%).&lt;br /&gt;
$$P(\Omega)=1$$&lt;br /&gt;
wobei $\Omega$ die Menge der möglichen Ereignisse ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für ein unmögliches Ereignis ist 0 (z.B. Wahrscheinlichkeit, beim '''Münz'''wurf eine 6 zu Würfeln)&lt;br /&gt;
$$P(unmögliches\ Ereignis)=0$$&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Nun zu folgendem Beispiel: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, '''keine''' 6 beim Wurf mit einem Würfel zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Hier gibt es zwei Lösungsmöglichkeiten:&lt;br /&gt;
#. Variante: $$P(kein\ 6er)=P(1er, 2er, 3er, 4er, 5er)=\frac{günstige}{mögliche}=\frac{5}{6}$$ &amp;lt;br&amp;gt; Das Problem ist, dass wir uns hier überlegen müssen, welche Ereignisse alle infrage kommen. Dies kann mitunter aufwändig werden. Einfacher geht es mit der&lt;br /&gt;
#.Variante:&lt;br /&gt;
$$P(kein\ 6er)=P(irgendetwas\ passiert)-P(6er)=1-P(6er)=1-\frac{1}{6}=\frac{5}{6}$$&lt;br /&gt;
Hier haben wir die gesuchte Wahrscheinlichkeit ($P(kein\ 6er)$) mithilfe der Gegenwahrscheinlichkeit ($P(6er)$) berechnet. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= '''Satz über die Gegenwahrscheinlichkeit'''&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $\bar{E}$ (&amp;quot;nicht $E$&amp;quot;) beträgt:&lt;br /&gt;
$$P(\bar{E})=1-P(E)$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= In einer Urne mit 20 Kugeln sind 5 blau, 3 rot, 7 gelb und 5 grün. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, keine blaue Kugel zu ziehen?&lt;br /&gt;
|2=&lt;br /&gt;
$$P(nicht\ blau)=1-P(blau)=1-\frac{5}{20}=\frac{1}{4}=25\%$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Additions- und Multiplikationsregel sowie das Geburtstagsparadoxon ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Additionsregel (&amp;quot;ODER&amp;quot;-Regel) ===&lt;br /&gt;
Zuerst eine kleine Definition:&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unvereinbar'''''&amp;quot;, wenn nicht beide zur selben Zeit auftreten können. Anders formuliert:&lt;br /&gt;
$$P(E\cap F)=0$$&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass $E$ '''und'''($=\cap$) $F$ zusammen eintreten, ist 0. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel:''' Das Ereignis $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot;  und das Ereignis $F=$&amp;quot;ich würfle eine 1&amp;quot; sind beim Wurf mit einem Würfel unvereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel mit nicht unvereinbaren Ereignissen''': $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot; und $F=$&amp;quot;ich würfle eine gerade Zahl&amp;quot;. Hier kann nämlich gleichzeitig $E$ und $F$ eintreten (nämlich, wenn ein 6er gewürfelt wird). &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun zur&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1='''Additionsregel (&amp;quot;Oder&amp;quot;-Regel)'''&lt;br /&gt;
Sind zwei Ereignisse $E$ und $F$ unvereinbar, dann gilt:&lt;br /&gt;
$$P(E\cup F)=P(E)+P(F)$$&lt;br /&gt;
(&amp;quot;''Die Wahrscheinlichkeit $E$ '''oder''' ($=\cup$) $F$ zu erhalten ist die $P(E)$ plus $P(F)$''&amp;quot;) }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= &lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit beim Würfeln eine 6 '''oder''' eine 3 zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Das Ereignis $E=$&amp;quot;$6er\ würfeln$&amp;quot; und $F=$&amp;quot;$3er\ würfeln$&amp;quot; sind unvereinbar. Somit können wir unsere Additionsregel anwenden: &lt;br /&gt;
$$P(6er\cup 3er)=P(6er)+P(3er)=\frac{1}{6}+\frac{1}{6}=\frac{2}{6}$$}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;toccolours mw-collapsible mw-collapsed&amp;quot; style=&amp;quot;width:800px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#A020F0&amp;gt; '''Wichtiger Hinweis''' &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;mw-collapsible-content&amp;quot;&amp;gt; Die Eigenschaft, dass die Ereignisse unvereinbar sein müssen, ist wichtig! Nehmen wir z.B. zwei Ereignisse, die nicht unvereinbar sind: &lt;br /&gt;
* $E=$&amp;quot;man würfelt eine 2&amp;quot; und&lt;br /&gt;
* $F=$&amp;quot;man würfelt eine gerade Zahl&amp;quot; (d.h. 2, 4 oder 6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
$E$ und $F$ sind nicht unvereinbar, denn $P(E\cap F)=P(2er\ und \ gerade)=P(2er)=\frac{1}{6}$.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gilt selbstverständlich $P(E)=\frac{1}{6}$ und $P(F)=\frac{3}{6}$ aber für die Wahrscheinlichkeit, eine 2 ODER eine gerade Zahl zu würfeln gilt: &lt;br /&gt;
$$\underbrace{P(E\cup F)}_{\frac{3}{6}}\ne \underbrace{P(E)+P(F)}_{\frac{1}{6}+\frac{3}{6}}$$&lt;br /&gt;
Da die Wahrscheinlichkeit, eine gerade Zahl zu Würfeln nur $\frac{3}{6}$ ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Multiplikationsregel (&amp;quot;UND&amp;quot;-Regel)===&lt;br /&gt;
Zuerst wieder eine kleine Definition: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unabhängig voneinander'''''&amp;quot;, wenn das erste Ereignis keinen Einfluss auf das zweite hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beispiel: Ich werfe zweimal mit einem Würfel. Das Ergebnis des ersten Wurfs ($=E$) hat in der Regel nichts mit dem Ergebnis des zweiten Wurfs ($=F$) gemeinsam. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zur &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= '''Multiplikationsregel ('''UND'''-Regel):'''&lt;br /&gt;
Sind zwei Ereignisse $E$ und $F$ unabhängig voneinander, dann gilt für die Wahrscheinlichkeit, dass beide zusammenauftreten:&lt;br /&gt;
$$P(E\cap F)=P(E)\cdot P(F)$$&lt;br /&gt;
Die W., dass $E$ '''und'''($=\cap$) $F$ zusammen auftreten ist $P(E)$ mal $P(F)$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Es wird zweimal hintereinander mit einem Würfel geworfen. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass zuerst eine 6 und anschließend eine 3 gewürfelt wird.&lt;br /&gt;
|2=&lt;br /&gt;
Beide Ereignisse ($E=$ &amp;quot;zuerst eine 6&amp;quot; und $F=$ &amp;quot;dann eine 3&amp;quot;) sind unabhängig. Somit gilt nach der Multiplikationsregel:&lt;br /&gt;
$$P(6er \cap 3er)=P(6er)\cdot P(3er)=\frac{1}{6}\cdot \frac{1}{6}=\frac{1}{36}$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Geburtstagsparadoxon: Anwendung der Gegenwahrscheinlichkeit und der Multiplikationsregel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{#ev:youtube|RIBrYgEhu2g}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahrscheinlichkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist überhaupt Wahrscheinlichkeit - Wahrscheinlichkeit als Grenzwert der relativen Häufigkeit == &lt;br /&gt;
Eine Wahrscheinlichkeit ist eigentlich Maß für eine Erwartung. &lt;br /&gt;
Beim Würfeln gibt &lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$ &lt;br /&gt;
an, dass ungefähr in einem von 6 Würfen ein 3er erscheint. Im eigentlichen meint man aber eher folgendes: &amp;quot;''Wenn ich oft genug würfle, dann wird ungefähr in einem Sechstel aller Fälle ein 3er erscheinen''&amp;quot;. D.h. Die Wahrscheinlichkeit gibt den Grenzwert der [[Statistik|relativen Häufigkeit]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In der Mathematik drückt man den Grad der Erwartung durch eine reelle Zahl aus dem Intervall [0;1] aus und bezeichnet die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses E mit P(E) (=Propability/Probabilität von E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 hier noch ein Bsp zu Gesetz der großen Zahlen - Excel Liste, in der die relative Häufigkeit sich der tatsächlichen W. nähert.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>188.22.24.205</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Grundlagen&amp;diff=2411</id>
		<title>Wahrscheinlichkeit: Grundlagen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Grundlagen&amp;diff=2411"/>
		<updated>2014-11-01T15:26:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;188.22.24.205: /* Additionsregel (&amp;quot;ODER&amp;quot;-Regel) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung beschätfigen wir uns mit Zufallsexperimenten wie zum Beispiel &lt;br /&gt;
* dem Wurf einer Münze oder eines Würfels&lt;br /&gt;
* dem blinden Ziehen einer Kugel aus einer Urne&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
und wollen dabei bestimmen, wie wir die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines bestimmten Ereignisses abschätzen bzw. berechnen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsteig ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage zum Einstieg:&lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, beim Würfeln mit einem Würfel eine 3 zu Würfeln (vorausgesetzt natürlich, es handelt sich um einen fairen (perfekten) sechseitigen Würfel)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: Wahrscheinlichkeit für einen 3er$=\frac{1}{6}\approx 0.167 = 16.7$%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgekürzt schreibt man auch&lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$&lt;br /&gt;
wobei $P(3er)$ für &amp;quot;''Wahrscheinlichkeit (engl. '''p'''robability) von einer 3''&amp;quot; steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kommt man übrigens auf $\frac{1}{6}$? &lt;br /&gt;
Ganz einfach: Insgesamt gibt es 6 mögliche Versuchsausgänge (1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er) und nur bei einem davon kommt eine 3. &lt;br /&gt;
Also: Bei 1 von 6 $=\frac{1}{6}$ aller Ausgänge kommt ein 3er. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffe ==&lt;br /&gt;
* Die Menge aller möglichen Versuchsaufgänge nennt man $Ereignismenge\ \Omega$  &lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $\Omega=\{ 1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er\}$&lt;br /&gt;
* Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Ereignisses $E$ wird mit $P(E)$ abgekürzt.&lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $E=$&amp;quot;ein 3er wird gewürfelt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundregeln und die Laplace'sche Wahrscheinlichkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Machen wir noch ein paar Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für eine 6?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 6er} }=\frac{1}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur einer davon (ein 6er) ist '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit einen 5er ODER einen 6er zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(5er\lor 6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 5er oder 6er} }=\frac{2}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur zwei davon (ein 5er oder 6er) sind '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= In einer Box sind 100 Lose. Nur 7 davon sind Gewinne. Du ziehst blind eines der Lose. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das gezogene Los ein Gewinn ist?&lt;br /&gt;
|2= Wie bei den oberen Beispielen überlegen wir uns wieder, wie viele '''mögliche''' Ausgänge es gibt (=100) und wie viele davon für uns '''günstig''' sind (=7). Damit gilt:&lt;br /&gt;
$$P(Gewinn)=\frac{7}{100}$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit können wir nun eine allgemeine Regel ableiten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= '''Regel von Laplace'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Zufallsversuch, bei dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) jedes Einzelereignis die gleiche Chance des Eintretens hat und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) es nur endlich viele verschiedene Einzelereignisse gibt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt für die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $E$:&lt;br /&gt;
$$P(E)=\frac{\textrm{Anzahl der für E günstigen Ausgänge} }{\textrm{ Anzahl der möglichen Ausgänge} }=\frac{ \textrm{günstige} }{\textrm{mögliche} }$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Violett: Quizzes und dynamische Aufgabenblätter| &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color:#FF3E96&amp;quot;&amp;gt; ? &amp;lt;/span&amp;gt;]]  Auf dieser [http://rfdz.ph-noe.ac.at/fileadmin/Mathematik_Uploads/Medienvielfalt/Medienvielfalt3/lernpfad_einfuehrung_wahrscheinlichkeitsrechnung/Lernpfad_Wahrscheinlichkeit/034_Bsp.html Seite] findest du weitere Übungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Gegenwahrscheinlichkeit sowie sichere und unmögliche Ereignisse ==&lt;br /&gt;
Zu allererst zwei Überlegungen: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= &lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendetwas passiert, ist 100%=1 (z.B. Wahrscheinlichkeit, dass man beim Münzwurf &amp;quot;Kopf&amp;quot; oder &amp;quot;Zahl&amp;quot; wirft ist 100%).&lt;br /&gt;
$$P(\Omega)=1$$&lt;br /&gt;
wobei $\Omega$ die Menge der möglichen Ereignisse ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für ein unmögliches Ereignis ist 0 (z.B. Wahrscheinlichkeit, beim '''Münz'''wurf eine 6 zu Würfeln)&lt;br /&gt;
$$P(unmögliches\ Ereignis)=0$$&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Nun zu folgendem Beispiel: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, '''keine''' 6 beim Wurf mit einem Würfel zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Hier gibt es zwei Lösungsmöglichkeiten:&lt;br /&gt;
#. Variante: $$P(kein\ 6er)=P(1er, 2er, 3er, 4er, 5er)=\frac{günstige}{mögliche}=\frac{5}{6}$$ &amp;lt;br&amp;gt; Das Problem ist, dass wir uns hier überlegen müssen, welche Ereignisse alle infrage kommen. Dies kann mitunter aufwändig werden. Einfacher geht es mit der&lt;br /&gt;
#.Variante:&lt;br /&gt;
$$P(kein\ 6er)=P(irgendetwas\ passiert)-P(6er)=1-P(6er)=1-\frac{1}{6}=\frac{5}{6}$$&lt;br /&gt;
Hier haben wir die gesuchte Wahrscheinlichkeit ($P(kein\ 6er)$) mithilfe der Gegenwahrscheinlichkeit ($P(6er)$) berechnet. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= '''Satz über die Gegenwahrscheinlichkeit'''&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $\bar{E}$ (&amp;quot;nicht $E$&amp;quot;) beträgt:&lt;br /&gt;
$$P(\bar{E})=1-P(E)$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= In einer Urne mit 20 Kugeln sind 5 blau, 3 rot, 7 gelb und 5 grün. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, keine blaue Kugel zu ziehen?&lt;br /&gt;
|2=&lt;br /&gt;
$$P(nicht\ blau)=1-P(blau)=1-\frac{5}{20}=\frac{1}{4}=25\%$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Additions- und Multiplikationsregel sowie das Geburtstagsparadoxon ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Additionsregel (&amp;quot;ODER&amp;quot;-Regel) ===&lt;br /&gt;
Zuerst eine kleine Definition:&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unvereinbar'''''&amp;quot;, wenn nicht beide zur selben Zeit auftreten können. Anders formuliert:&lt;br /&gt;
$$P(E\cap F)=0$$&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass $E$ '''und'''($=\cap$) $F$ zusammen eintreten, ist 0. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel:''' Das Ereignis $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot;  und das Ereignis $F=$&amp;quot;ich würfle eine 1&amp;quot; sind beim Wurf mit einem Würfel unvereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel mit nicht unvereinbaren Ereignissen''': $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot; und $F=$&amp;quot;ich würfle eine gerade Zahl&amp;quot;. Hier kann nämlich gleichzeitig $E$ und $F$ eintreten (nämlich, wenn ein 6er gewürfelt wird). &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun zur&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1='''Additionsregel (&amp;quot;Oder&amp;quot;-Regel)'''&lt;br /&gt;
Sind zwei Ereignisse $E$ und $F$ unvereinbar, dann gilt:&lt;br /&gt;
$$P(E\cup F)=P(E)+P(F)$$&lt;br /&gt;
(&amp;quot;''Die Wahrscheinlichkeit $E$ '''oder''' ($=\cup$) $F$ zu erhalten ist die $P(E)$ plus $P(F)$''&amp;quot;) }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= &lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit beim Würfeln eine 6 '''oder''' eine 3 zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Das Ereignis $E=$&amp;quot;$6er\ würfeln$&amp;quot; und $F=$&amp;quot;$3er\ würfeln$&amp;quot; sind unvereinbar. Somit können wir unsere Additionsregel anwenden: &lt;br /&gt;
$$P(6er\cup 3er)=P(6er)+P(3er)=\frac{1}{6}+\frac{1}{6}=\frac{2}{6}$$}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;toccolours mw-collapsible mw-collapsed&amp;quot; style=&amp;quot;width:800px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;color:#A020F0&amp;gt; '''Wichtiger Hinweis''' &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;mw-collapsible-content&amp;quot;&amp;gt; Die Eigenschaft, dass die Ereignisse unvereinbar sein müssen, ist wichtig! Nehmen wir z.B. zwei Ereignisse, die nicht unvereinbar sind: &lt;br /&gt;
* $E=$&amp;quot;man würfelt eine 2&amp;quot; und&lt;br /&gt;
* $F=$&amp;quot;man würfelt eine gerade Zahl&amp;quot; (d.h. 2, 4 oder 6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
$E$ und $F$ sind nicht unvereinbar, denn $P(E\cap F)=P(2er\ und \ gerade)=P(2er)=\frac{1}{6}$.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gilt selbstverständlich $P(E)=\frac{1}{6}$ und $P(F)=\frac{3}{6}$ aber für die Wahrscheinlichkeit, eine 2 ODER eine gerade Zahl zu würfeln gilt: &lt;br /&gt;
$$\underbrace{P(E\cup F)}_{\frac{3}{6}}\ne \underbrace{P(E)+P(F)}_{\frac{1}{6}+\frac{3}{6}}$$&lt;br /&gt;
Da die Wahrscheinlichkeit, eine gerade Zahl zu Würfeln nur $\frac{3}{6}$ ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Multiplikationsregel (&amp;quot;UND&amp;quot;-Regel)===&lt;br /&gt;
Zuerst wieder eine kleine Definition: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unabhängig voneinander'''''&amp;quot;, wenn das erste Ereignis keinen Einfluss auf das zweite hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beispiel: Ich werfe zweimal mit einem Würfel. Das Ergebnis des ersten Wurfs ($=E$) hat in der Regel nichts mit dem Ergebnis des zweiten Wurfs ($=F$) gemeinsam. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zur &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= '''Multiplikationsregel ('''UND'''-Regel):'''&lt;br /&gt;
Sind zwei Ereignisse $E$ und $F$ unabhängig voneinander, dann gilt für die Wahrscheinlichkeit, dass beide zusammenauftreten:&lt;br /&gt;
$$P(E\cap F)=P(E)\cdot P(F)$$&lt;br /&gt;
Die W., dass $E$ '''und'''($=\cap$) $F$ zusammen auftreten ist $P(E)$ mal $P(F)$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Es wird zweimal hintereinander mit einem Würfel geworfen. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass zuerst eine 6 und anschließend eine 3 gewürfelt wird.&lt;br /&gt;
|2=&lt;br /&gt;
Beide Ereignisse ($E=$ &amp;quot;zuerst eine 6&amp;quot; und $F=$ &amp;quot;dann eine 3&amp;quot;) sind unabhängig. Somit gilt nach der Multiplikationsregel:&lt;br /&gt;
$$P(6er \cap 3er)=P(6er)\cdot P(3er)=\frac{1}{6}\cdot \frac{1}{6}=\frac{1}{36}$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Geburtstagsparadoxon: Anwendung der Gegenwahrscheinlichkeit und der Multiplikationsregel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{#ev:youtube|RIBrYgEhu2g}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist überhaupt Wahrscheinlichkeit - Wahrscheinlichkeit als Grenzwert der relativen Häufigkeit == &lt;br /&gt;
Eine Wahrscheinlichkeit ist eigentlich Maß für eine Erwartung. &lt;br /&gt;
Beim Würfeln gibt &lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$ &lt;br /&gt;
an, dass ungefähr in einem von 6 Würfen ein 3er erscheint. Im eigentlichen meint man aber eher folgendes: &amp;quot;''Wenn ich oft genug würfle, dann wird ungefähr in einem Sechstel aller Fälle ein 3er erscheinen''&amp;quot;. D.h. Die Wahrscheinlichkeit gibt den Grenzwert der [[Statistik|relativen Häufigkeit]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In der Mathematik drückt man den Grad der Erwartung durch eine reelle Zahl aus dem Intervall [0;1] aus und bezeichnet die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses E mit P(E) (=Propability/Probabilität von E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 hier noch ein Bsp zu Gesetz der großen Zahlen - Excel Liste, in der die relative Häufigkeit sich der tatsächlichen W. nähert.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>188.22.24.205</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Grundlagen&amp;diff=2410</id>
		<title>Wahrscheinlichkeit: Grundlagen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Grundlagen&amp;diff=2410"/>
		<updated>2014-11-01T15:02:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;188.22.24.205: /* Additionsregel (&amp;quot;ODER&amp;quot;-Regel) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung beschätfigen wir uns mit Zufallsexperimenten wie zum Beispiel &lt;br /&gt;
* dem Wurf einer Münze oder eines Würfels&lt;br /&gt;
* dem blinden Ziehen einer Kugel aus einer Urne&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
und wollen dabei bestimmen, wie wir die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines bestimmten Ereignisses abschätzen bzw. berechnen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsteig ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage zum Einstieg:&lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, beim Würfeln mit einem Würfel eine 3 zu Würfeln (vorausgesetzt natürlich, es handelt sich um einen fairen (perfekten) sechseitigen Würfel)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: Wahrscheinlichkeit für einen 3er$=\frac{1}{6}\approx 0.167 = 16.7$%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgekürzt schreibt man auch&lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$&lt;br /&gt;
wobei $P(3er)$ für &amp;quot;''Wahrscheinlichkeit (engl. '''p'''robability) von einer 3''&amp;quot; steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kommt man übrigens auf $\frac{1}{6}$? &lt;br /&gt;
Ganz einfach: Insgesamt gibt es 6 mögliche Versuchsausgänge (1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er) und nur bei einem davon kommt eine 3. &lt;br /&gt;
Also: Bei 1 von 6 $=\frac{1}{6}$ aller Ausgänge kommt ein 3er. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffe ==&lt;br /&gt;
* Die Menge aller möglichen Versuchsaufgänge nennt man $Ereignismenge\ \Omega$  &lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $\Omega=\{ 1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er\}$&lt;br /&gt;
* Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Ereignisses $E$ wird mit $P(E)$ abgekürzt.&lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $E=$&amp;quot;ein 3er wird gewürfelt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundregeln und die Laplace'sche Wahrscheinlichkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Machen wir noch ein paar Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für eine 6?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 6er} }=\frac{1}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur einer davon (ein 6er) ist '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit einen 5er ODER einen 6er zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(5er\lor 6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 5er oder 6er} }=\frac{2}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur zwei davon (ein 5er oder 6er) sind '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= In einer Box sind 100 Lose. Nur 7 davon sind Gewinne. Du ziehst blind eines der Lose. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das gezogene Los ein Gewinn ist?&lt;br /&gt;
|2= Wie bei den oberen Beispielen überlegen wir uns wieder, wie viele '''mögliche''' Ausgänge es gibt (=100) und wie viele davon für uns '''günstig''' sind (=7). Damit gilt:&lt;br /&gt;
$$P(Gewinn)=\frac{7}{100}$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit können wir nun eine allgemeine Regel ableiten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= '''Regel von Laplace'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Zufallsversuch, bei dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) jedes Einzelereignis die gleiche Chance des Eintretens hat und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) es nur endlich viele verschiedene Einzelereignisse gibt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt für die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $E$:&lt;br /&gt;
$$P(E)=\frac{\textrm{Anzahl der für E günstigen Ausgänge} }{\textrm{ Anzahl der möglichen Ausgänge} }=\frac{ \textrm{günstige} }{\textrm{mögliche} }$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Violett: Quizzes und dynamische Aufgabenblätter| &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color:#FF3E96&amp;quot;&amp;gt; ? &amp;lt;/span&amp;gt;]]  Auf dieser [http://rfdz.ph-noe.ac.at/fileadmin/Mathematik_Uploads/Medienvielfalt/Medienvielfalt3/lernpfad_einfuehrung_wahrscheinlichkeitsrechnung/Lernpfad_Wahrscheinlichkeit/034_Bsp.html Seite] findest du weitere Übungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Gegenwahrscheinlichkeit sowie sichere und unmögliche Ereignisse ==&lt;br /&gt;
Zu allererst zwei Überlegungen: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= &lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendetwas passiert, ist 100%=1 (z.B. Wahrscheinlichkeit, dass man beim Münzwurf &amp;quot;Kopf&amp;quot; oder &amp;quot;Zahl&amp;quot; wirft ist 100%).&lt;br /&gt;
$$P(\Omega)=1$$&lt;br /&gt;
wobei $\Omega$ die Menge der möglichen Ereignisse ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für ein unmögliches Ereignis ist 0 (z.B. Wahrscheinlichkeit, beim '''Münz'''wurf eine 6 zu Würfeln)&lt;br /&gt;
$$P(unmögliches\ Ereignis)=0$$&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Nun zu folgendem Beispiel: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, '''keine''' 6 beim Wurf mit einem Würfel zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Hier gibt es zwei Lösungsmöglichkeiten:&lt;br /&gt;
#. Variante: $$P(kein\ 6er)=P(1er, 2er, 3er, 4er, 5er)=\frac{günstige}{mögliche}=\frac{5}{6}$$ &amp;lt;br&amp;gt; Das Problem ist, dass wir uns hier überlegen müssen, welche Ereignisse alle infrage kommen. Dies kann mitunter aufwändig werden. Einfacher geht es mit der&lt;br /&gt;
#.Variante:&lt;br /&gt;
$$P(kein\ 6er)=P(irgendetwas\ passiert)-P(6er)=1-P(6er)=1-\frac{1}{6}=\frac{5}{6}$$&lt;br /&gt;
Hier haben wir die gesuchte Wahrscheinlichkeit ($P(kein\ 6er)$) mithilfe der Gegenwahrscheinlichkeit ($P(6er)$) berechnet. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= '''Satz über die Gegenwahrscheinlichkeit'''&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $\bar{E}$ (&amp;quot;nicht $E$&amp;quot;) beträgt:&lt;br /&gt;
$$P(\bar{E})=1-P(E)$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= In einer Urne mit 20 Kugeln sind 5 blau, 3 rot, 7 gelb und 5 grün. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, keine blaue Kugel zu ziehen?&lt;br /&gt;
|2=&lt;br /&gt;
$$P(nicht\ blau)=1-P(blau)=1-\frac{5}{20}=\frac{1}{4}=25\%$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Additions- und Multiplikationsregel sowie das Geburtstagsparadoxon ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Additionsregel (&amp;quot;ODER&amp;quot;-Regel) ===&lt;br /&gt;
Zuerst eine kleine Definition:&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unvereinbar'''''&amp;quot;, wenn nicht beide zur selben Zeit auftreten können. Anders formuliert:&lt;br /&gt;
$$P(E\cap F)=0$$&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass $E$ '''und'''($=\cap$) $F$ zusammen eintreten, ist 0. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel:''' Das Ereignis $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot;  und das Ereignis $F=$&amp;quot;ich würfle eine 1&amp;quot; sind beim Wurf mit einem Würfel unvereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel''' mit nicht unvereinbaren Ereignissen: $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot; und $F=$&amp;quot;ich würfle eine gerade Zahl&amp;quot;. Hier kann nämlich gleichzeitig $E$ und $F$ eintreten (nämlich, wenn ein 6er gewürfelt wird). &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun zur&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1='''Additionsregel (&amp;quot;Oder&amp;quot;-Regel)'''&lt;br /&gt;
Sind zwei Ereignisse $E$ und $F$ unvereinbar, dann gilt:&lt;br /&gt;
$$P(E\cup F)=P(E)+P(F)$$&lt;br /&gt;
(&amp;quot;''Die Wahrscheinlichkeit $E$ '''oder''' ($=\cup$) $F$ zu erhalten ist die $P(E)$ plus $P(F)$''&amp;quot;) }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= &lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit beim Würfeln eine 6 '''oder''' eine 3 zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Das Ereignis $E=$&amp;quot;$6er\ würfeln$&amp;quot; und $F=$&amp;quot;$3er\ würfeln$&amp;quot; sind unvereinbar. Somit können wir unsere Additionsregel anwenden: &lt;br /&gt;
$$P(6er\cup 3er)=P(6er)+P(3er)=\frac{1}{6}+\frac{1}{6}=\frac{2}{6}$$}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Multiplikationsregel (&amp;quot;UND&amp;quot;-Regel)===&lt;br /&gt;
Zuerst wieder eine kleine Definition: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unabhängig voneinander'''''&amp;quot;, wenn das erste Ereignis keinen Einfluss auf das zweite hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beispiel: Ich werfe zweimal mit einem Würfel. Das Ergebnis des ersten Wurfs ($=E$) hat in der Regel nichts mit dem Ergebnis des zweiten Wurfs ($=F$) gemeinsam. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zur &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= '''Multiplikationsregel ('''UND'''-Regel):'''&lt;br /&gt;
Sind zwei Ereignisse $E$ und $F$ unabhängig voneinander, dann gilt für die Wahrscheinlichkeit, dass beide zusammenauftreten:&lt;br /&gt;
$$P(E\cap F)=P(E)\cdot P(F)$$&lt;br /&gt;
Die W., dass $E$ '''und'''($=\cap$) $F$ zusammen auftreten ist $P(E)$ mal $P(F)$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Es wird zweimal hintereinander mit einem Würfel geworfen. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass zuerst eine 6 und anschließend eine 3 gewürfelt wird.&lt;br /&gt;
|2=&lt;br /&gt;
Beide Ereignisse ($E=$ &amp;quot;zuerst eine 6&amp;quot; und $F=$ &amp;quot;dann eine 3&amp;quot;) sind unabhängig. Somit gilt nach der Multiplikationsregel:&lt;br /&gt;
$$P(6er \cap 3er)=P(6er)\cdot P(3er)=\frac{1}{6}\cdot \frac{1}{6}=\frac{1}{36}$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Geburtstagsparadoxon: Anwendung der Gegenwahrscheinlichkeit und der Multiplikationsregel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{#ev:youtube|RIBrYgEhu2g}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist überhaupt Wahrscheinlichkeit - Wahrscheinlichkeit als Grenzwert der relativen Häufigkeit == &lt;br /&gt;
Eine Wahrscheinlichkeit ist eigentlich Maß für eine Erwartung. &lt;br /&gt;
Beim Würfeln gibt &lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$ &lt;br /&gt;
an, dass ungefähr in einem von 6 Würfen ein 3er erscheint. Im eigentlichen meint man aber eher folgendes: &amp;quot;''Wenn ich oft genug würfle, dann wird ungefähr in einem Sechstel aller Fälle ein 3er erscheinen''&amp;quot;. D.h. Die Wahrscheinlichkeit gibt den Grenzwert der [[Statistik|relativen Häufigkeit]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In der Mathematik drückt man den Grad der Erwartung durch eine reelle Zahl aus dem Intervall [0;1] aus und bezeichnet die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses E mit P(E) (=Propability/Probabilität von E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 hier noch ein Bsp zu Gesetz der großen Zahlen - Excel Liste, in der die relative Häufigkeit sich der tatsächlichen W. nähert.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>188.22.24.205</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Grundlagen&amp;diff=2409</id>
		<title>Wahrscheinlichkeit: Grundlagen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Grundlagen&amp;diff=2409"/>
		<updated>2014-11-01T15:02:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;188.22.24.205: /* Additionsregel (&amp;quot;ODER&amp;quot;-Regel) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung beschätfigen wir uns mit Zufallsexperimenten wie zum Beispiel &lt;br /&gt;
* dem Wurf einer Münze oder eines Würfels&lt;br /&gt;
* dem blinden Ziehen einer Kugel aus einer Urne&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
und wollen dabei bestimmen, wie wir die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines bestimmten Ereignisses abschätzen bzw. berechnen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsteig ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage zum Einstieg:&lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, beim Würfeln mit einem Würfel eine 3 zu Würfeln (vorausgesetzt natürlich, es handelt sich um einen fairen (perfekten) sechseitigen Würfel)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: Wahrscheinlichkeit für einen 3er$=\frac{1}{6}\approx 0.167 = 16.7$%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgekürzt schreibt man auch&lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$&lt;br /&gt;
wobei $P(3er)$ für &amp;quot;''Wahrscheinlichkeit (engl. '''p'''robability) von einer 3''&amp;quot; steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kommt man übrigens auf $\frac{1}{6}$? &lt;br /&gt;
Ganz einfach: Insgesamt gibt es 6 mögliche Versuchsausgänge (1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er) und nur bei einem davon kommt eine 3. &lt;br /&gt;
Also: Bei 1 von 6 $=\frac{1}{6}$ aller Ausgänge kommt ein 3er. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffe ==&lt;br /&gt;
* Die Menge aller möglichen Versuchsaufgänge nennt man $Ereignismenge\ \Omega$  &lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $\Omega=\{ 1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er\}$&lt;br /&gt;
* Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Ereignisses $E$ wird mit $P(E)$ abgekürzt.&lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $E=$&amp;quot;ein 3er wird gewürfelt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundregeln und die Laplace'sche Wahrscheinlichkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Machen wir noch ein paar Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für eine 6?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 6er} }=\frac{1}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur einer davon (ein 6er) ist '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit einen 5er ODER einen 6er zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(5er\lor 6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 5er oder 6er} }=\frac{2}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur zwei davon (ein 5er oder 6er) sind '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= In einer Box sind 100 Lose. Nur 7 davon sind Gewinne. Du ziehst blind eines der Lose. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das gezogene Los ein Gewinn ist?&lt;br /&gt;
|2= Wie bei den oberen Beispielen überlegen wir uns wieder, wie viele '''mögliche''' Ausgänge es gibt (=100) und wie viele davon für uns '''günstig''' sind (=7). Damit gilt:&lt;br /&gt;
$$P(Gewinn)=\frac{7}{100}$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit können wir nun eine allgemeine Regel ableiten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= '''Regel von Laplace'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Zufallsversuch, bei dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) jedes Einzelereignis die gleiche Chance des Eintretens hat und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) es nur endlich viele verschiedene Einzelereignisse gibt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt für die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $E$:&lt;br /&gt;
$$P(E)=\frac{\textrm{Anzahl der für E günstigen Ausgänge} }{\textrm{ Anzahl der möglichen Ausgänge} }=\frac{ \textrm{günstige} }{\textrm{mögliche} }$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Violett: Quizzes und dynamische Aufgabenblätter| &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color:#FF3E96&amp;quot;&amp;gt; ? &amp;lt;/span&amp;gt;]]  Auf dieser [http://rfdz.ph-noe.ac.at/fileadmin/Mathematik_Uploads/Medienvielfalt/Medienvielfalt3/lernpfad_einfuehrung_wahrscheinlichkeitsrechnung/Lernpfad_Wahrscheinlichkeit/034_Bsp.html Seite] findest du weitere Übungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Gegenwahrscheinlichkeit sowie sichere und unmögliche Ereignisse ==&lt;br /&gt;
Zu allererst zwei Überlegungen: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= &lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendetwas passiert, ist 100%=1 (z.B. Wahrscheinlichkeit, dass man beim Münzwurf &amp;quot;Kopf&amp;quot; oder &amp;quot;Zahl&amp;quot; wirft ist 100%).&lt;br /&gt;
$$P(\Omega)=1$$&lt;br /&gt;
wobei $\Omega$ die Menge der möglichen Ereignisse ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für ein unmögliches Ereignis ist 0 (z.B. Wahrscheinlichkeit, beim '''Münz'''wurf eine 6 zu Würfeln)&lt;br /&gt;
$$P(unmögliches\ Ereignis)=0$$&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Nun zu folgendem Beispiel: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, '''keine''' 6 beim Wurf mit einem Würfel zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Hier gibt es zwei Lösungsmöglichkeiten:&lt;br /&gt;
#. Variante: $$P(kein\ 6er)=P(1er, 2er, 3er, 4er, 5er)=\frac{günstige}{mögliche}=\frac{5}{6}$$ &amp;lt;br&amp;gt; Das Problem ist, dass wir uns hier überlegen müssen, welche Ereignisse alle infrage kommen. Dies kann mitunter aufwändig werden. Einfacher geht es mit der&lt;br /&gt;
#.Variante:&lt;br /&gt;
$$P(kein\ 6er)=P(irgendetwas\ passiert)-P(6er)=1-P(6er)=1-\frac{1}{6}=\frac{5}{6}$$&lt;br /&gt;
Hier haben wir die gesuchte Wahrscheinlichkeit ($P(kein\ 6er)$) mithilfe der Gegenwahrscheinlichkeit ($P(6er)$) berechnet. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= '''Satz über die Gegenwahrscheinlichkeit'''&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $\bar{E}$ (&amp;quot;nicht $E$&amp;quot;) beträgt:&lt;br /&gt;
$$P(\bar{E})=1-P(E)$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= In einer Urne mit 20 Kugeln sind 5 blau, 3 rot, 7 gelb und 5 grün. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, keine blaue Kugel zu ziehen?&lt;br /&gt;
|2=&lt;br /&gt;
$$P(nicht\ blau)=1-P(blau)=1-\frac{5}{20}=\frac{1}{4}=25\%$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Additions- und Multiplikationsregel sowie das Geburtstagsparadoxon ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Additionsregel (&amp;quot;ODER&amp;quot;-Regel) ===&lt;br /&gt;
Zuerst eine kleine Definition:&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unvereinbar'''''&amp;quot;, wenn nicht beide zur selben Zeit auftreten können. Anders formuliert:&lt;br /&gt;
$$P(E\cap F)=0$$&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass $E$ '''und'''($=\cap$) $F$ zusammen eintreten, ist 0. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel:''' Das Ereignis $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot;  und das Ereignis $F=$&amp;quot;ich würfle eine 1&amp;quot; sind beim Wurf mit einem Würfel unvereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel''' mit nicht unvereinbaren Ereignissen: $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot; und $F=$&amp;quot;ich würfle eine gerade Zahl&amp;quot;. Hier kann nämlich gleichzeitig $E$ und $F$ eintreten (nämlich, wenn ein 6er gewürfelt wird). &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun zur&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1='''Additionsregel (&amp;quot;Und&amp;quot;-Regel)'''&lt;br /&gt;
Sind zwei Ereignisse $E$ und $F$ unvereinbar, dann gilt:&lt;br /&gt;
$$P(E\cup F)=P(E)+P(F)$$&lt;br /&gt;
(&amp;quot;''Die Wahrscheinlichkeit $E$ '''oder''' ($=\cup$) $F$ zu erhalten ist die $P(E)$ plus $P(F)$''&amp;quot;) }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= &lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit beim Würfeln eine 6 '''oder''' eine 3 zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Das Ereignis $E=$&amp;quot;$6er\ würfeln$&amp;quot; und $F=$&amp;quot;$3er\ würfeln$&amp;quot; sind unvereinbar. Somit können wir unsere Additionsregel anwenden: &lt;br /&gt;
$$P(6er\cup 3er)=P(6er)+P(3er)=\frac{1}{6}+\frac{1}{6}=\frac{2}{6}$$}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Multiplikationsregel (&amp;quot;UND&amp;quot;-Regel)===&lt;br /&gt;
Zuerst wieder eine kleine Definition: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unabhängig voneinander'''''&amp;quot;, wenn das erste Ereignis keinen Einfluss auf das zweite hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beispiel: Ich werfe zweimal mit einem Würfel. Das Ergebnis des ersten Wurfs ($=E$) hat in der Regel nichts mit dem Ergebnis des zweiten Wurfs ($=F$) gemeinsam. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zur &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= '''Multiplikationsregel ('''UND'''-Regel):'''&lt;br /&gt;
Sind zwei Ereignisse $E$ und $F$ unabhängig voneinander, dann gilt für die Wahrscheinlichkeit, dass beide zusammenauftreten:&lt;br /&gt;
$$P(E\cap F)=P(E)\cdot P(F)$$&lt;br /&gt;
Die W., dass $E$ '''und'''($=\cap$) $F$ zusammen auftreten ist $P(E)$ mal $P(F)$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Es wird zweimal hintereinander mit einem Würfel geworfen. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass zuerst eine 6 und anschließend eine 3 gewürfelt wird.&lt;br /&gt;
|2=&lt;br /&gt;
Beide Ereignisse ($E=$ &amp;quot;zuerst eine 6&amp;quot; und $F=$ &amp;quot;dann eine 3&amp;quot;) sind unabhängig. Somit gilt nach der Multiplikationsregel:&lt;br /&gt;
$$P(6er \cap 3er)=P(6er)\cdot P(3er)=\frac{1}{6}\cdot \frac{1}{6}=\frac{1}{36}$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Geburtstagsparadoxon: Anwendung der Gegenwahrscheinlichkeit und der Multiplikationsregel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{#ev:youtube|RIBrYgEhu2g}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist überhaupt Wahrscheinlichkeit - Wahrscheinlichkeit als Grenzwert der relativen Häufigkeit == &lt;br /&gt;
Eine Wahrscheinlichkeit ist eigentlich Maß für eine Erwartung. &lt;br /&gt;
Beim Würfeln gibt &lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$ &lt;br /&gt;
an, dass ungefähr in einem von 6 Würfen ein 3er erscheint. Im eigentlichen meint man aber eher folgendes: &amp;quot;''Wenn ich oft genug würfle, dann wird ungefähr in einem Sechstel aller Fälle ein 3er erscheinen''&amp;quot;. D.h. Die Wahrscheinlichkeit gibt den Grenzwert der [[Statistik|relativen Häufigkeit]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In der Mathematik drückt man den Grad der Erwartung durch eine reelle Zahl aus dem Intervall [0;1] aus und bezeichnet die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses E mit P(E) (=Propability/Probabilität von E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 hier noch ein Bsp zu Gesetz der großen Zahlen - Excel Liste, in der die relative Häufigkeit sich der tatsächlichen W. nähert.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>188.22.24.205</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Grundlagen&amp;diff=2408</id>
		<title>Wahrscheinlichkeit: Grundlagen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Grundlagen&amp;diff=2408"/>
		<updated>2014-11-01T14:57:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;188.22.24.205: /* Additions- und Multiplikationsregel sowie das Geburtstagsparadoxon */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung beschätfigen wir uns mit Zufallsexperimenten wie zum Beispiel &lt;br /&gt;
* dem Wurf einer Münze oder eines Würfels&lt;br /&gt;
* dem blinden Ziehen einer Kugel aus einer Urne&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
und wollen dabei bestimmen, wie wir die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines bestimmten Ereignisses abschätzen bzw. berechnen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsteig ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage zum Einstieg:&lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, beim Würfeln mit einem Würfel eine 3 zu Würfeln (vorausgesetzt natürlich, es handelt sich um einen fairen (perfekten) sechseitigen Würfel)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: Wahrscheinlichkeit für einen 3er$=\frac{1}{6}\approx 0.167 = 16.7$%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgekürzt schreibt man auch&lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$&lt;br /&gt;
wobei $P(3er)$ für &amp;quot;''Wahrscheinlichkeit (engl. '''p'''robability) von einer 3''&amp;quot; steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kommt man übrigens auf $\frac{1}{6}$? &lt;br /&gt;
Ganz einfach: Insgesamt gibt es 6 mögliche Versuchsausgänge (1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er) und nur bei einem davon kommt eine 3. &lt;br /&gt;
Also: Bei 1 von 6 $=\frac{1}{6}$ aller Ausgänge kommt ein 3er. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffe ==&lt;br /&gt;
* Die Menge aller möglichen Versuchsaufgänge nennt man $Ereignismenge\ \Omega$  &lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $\Omega=\{ 1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er\}$&lt;br /&gt;
* Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Ereignisses $E$ wird mit $P(E)$ abgekürzt.&lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $E=$&amp;quot;ein 3er wird gewürfelt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundregeln und die Laplace'sche Wahrscheinlichkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Machen wir noch ein paar Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für eine 6?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 6er} }=\frac{1}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur einer davon (ein 6er) ist '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit einen 5er ODER einen 6er zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(5er\lor 6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 5er oder 6er} }=\frac{2}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur zwei davon (ein 5er oder 6er) sind '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= In einer Box sind 100 Lose. Nur 7 davon sind Gewinne. Du ziehst blind eines der Lose. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das gezogene Los ein Gewinn ist?&lt;br /&gt;
|2= Wie bei den oberen Beispielen überlegen wir uns wieder, wie viele '''mögliche''' Ausgänge es gibt (=100) und wie viele davon für uns '''günstig''' sind (=7). Damit gilt:&lt;br /&gt;
$$P(Gewinn)=\frac{7}{100}$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit können wir nun eine allgemeine Regel ableiten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= '''Regel von Laplace'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Zufallsversuch, bei dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) jedes Einzelereignis die gleiche Chance des Eintretens hat und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) es nur endlich viele verschiedene Einzelereignisse gibt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt für die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $E$:&lt;br /&gt;
$$P(E)=\frac{\textrm{Anzahl der für E günstigen Ausgänge} }{\textrm{ Anzahl der möglichen Ausgänge} }=\frac{ \textrm{günstige} }{\textrm{mögliche} }$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Violett: Quizzes und dynamische Aufgabenblätter| &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color:#FF3E96&amp;quot;&amp;gt; ? &amp;lt;/span&amp;gt;]]  Auf dieser [http://rfdz.ph-noe.ac.at/fileadmin/Mathematik_Uploads/Medienvielfalt/Medienvielfalt3/lernpfad_einfuehrung_wahrscheinlichkeitsrechnung/Lernpfad_Wahrscheinlichkeit/034_Bsp.html Seite] findest du weitere Übungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Gegenwahrscheinlichkeit sowie sichere und unmögliche Ereignisse ==&lt;br /&gt;
Zu allererst zwei Überlegungen: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= &lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendetwas passiert, ist 100%=1 (z.B. Wahrscheinlichkeit, dass man beim Münzwurf &amp;quot;Kopf&amp;quot; oder &amp;quot;Zahl&amp;quot; wirft ist 100%).&lt;br /&gt;
$$P(\Omega)=1$$&lt;br /&gt;
wobei $\Omega$ die Menge der möglichen Ereignisse ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für ein unmögliches Ereignis ist 0 (z.B. Wahrscheinlichkeit, beim '''Münz'''wurf eine 6 zu Würfeln)&lt;br /&gt;
$$P(unmögliches\ Ereignis)=0$$&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Nun zu folgendem Beispiel: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, '''keine''' 6 beim Wurf mit einem Würfel zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Hier gibt es zwei Lösungsmöglichkeiten:&lt;br /&gt;
#. Variante: $$P(kein\ 6er)=P(1er, 2er, 3er, 4er, 5er)=\frac{günstige}{mögliche}=\frac{5}{6}$$ &amp;lt;br&amp;gt; Das Problem ist, dass wir uns hier überlegen müssen, welche Ereignisse alle infrage kommen. Dies kann mitunter aufwändig werden. Einfacher geht es mit der&lt;br /&gt;
#.Variante:&lt;br /&gt;
$$P(kein\ 6er)=P(irgendetwas\ passiert)-P(6er)=1-P(6er)=1-\frac{1}{6}=\frac{5}{6}$$&lt;br /&gt;
Hier haben wir die gesuchte Wahrscheinlichkeit ($P(kein\ 6er)$) mithilfe der Gegenwahrscheinlichkeit ($P(6er)$) berechnet. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= '''Satz über die Gegenwahrscheinlichkeit'''&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $\bar{E}$ (&amp;quot;nicht $E$&amp;quot;) beträgt:&lt;br /&gt;
$$P(\bar{E})=1-P(E)$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= In einer Urne mit 20 Kugeln sind 5 blau, 3 rot, 7 gelb und 5 grün. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, keine blaue Kugel zu ziehen?&lt;br /&gt;
|2=&lt;br /&gt;
$$P(nicht\ blau)=1-P(blau)=1-\frac{5}{20}=\frac{1}{4}=25\%$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Additions- und Multiplikationsregel sowie das Geburtstagsparadoxon ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Additionsregel (&amp;quot;ODER&amp;quot;-Regel) ===&lt;br /&gt;
Zuerst eine kleine Definition:&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unvereinbar'''''&amp;quot;, wenn nicht beide zur selben Zeit auftreten können. Anders formuliert:&lt;br /&gt;
$$P(E\cap F)=0$$&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass $E$ '''und'''($=\cup$) $F$ zusammen eintreten, ist 0. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: Das Ereignis $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot;  und das Ereignis $F=$&amp;quot;ich würfle eine 1&amp;quot; sind beim Wurf mit einem Würfel unvereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel mit nicht unvereinbaren Ereignissen: $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot; und $F=$&amp;quot;ich würfle eine gerade Zahl&amp;quot;. Hier kann nämlich gleichzeitig $E$ und $F$ eintreten (nämlich, wenn ein 6er gewürfelt wird). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nun zur Additionsregel'''&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1=Sind zwei Ereignisse $E$ und $F$ unvereinbar, dann gilt:&lt;br /&gt;
$$P(E\cup F)=P(E)+P(F)$$&lt;br /&gt;
(Die Wahrscheinlichkeit $E$ '''oder''' ($=\cap$) $F$ zu erhalten ist die $P(E)$ plus $P(F)$) }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= &lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit beim Würfeln eine 6 '''oder''' eine 3 zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Das Ereignis $E=$&amp;quot;$6er\ würfeln$&amp;quot; und $F=$&amp;quot;$3er\ würfeln$&amp;quot; sind unvereinbar. Somit können wir unsere Additionsregel anwenden: &lt;br /&gt;
$$P(6er\cap 3er)=P(6er)+P(3er)=\frac{1}{6}+\frac{1}{6}=\frac{2}{6}$$}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Multiplikationsregel (&amp;quot;UND&amp;quot;-Regel)===&lt;br /&gt;
Zuerst wieder eine kleine Definition: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unabhängig voneinander'''''&amp;quot;, wenn das erste Ereignis keinen Einfluss auf das zweite hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beispiel: Ich werfe zweimal mit einem Würfel. Das Ergebnis des ersten Wurfs ($=E$) hat in der Regel nichts mit dem Ergebnis des zweiten Wurfs ($=F$) gemeinsam. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zur &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= '''Multiplikationsregel ('''UND'''-Regel):'''&lt;br /&gt;
Sind zwei Ereignisse $E$ und $F$ unabhängig voneinander, dann gilt für die Wahrscheinlichkeit, dass beide zusammenauftreten:&lt;br /&gt;
$$P(E\cap F)=P(E)\cdot P(F)$$&lt;br /&gt;
Die W., dass $E$ '''und'''($=\cap$) $F$ zusammen auftreten ist $P(E)$ mal $P(F)$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Es wird zweimal hintereinander mit einem Würfel geworfen. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass zuerst eine 6 und anschließend eine 3 gewürfelt wird.&lt;br /&gt;
|2=&lt;br /&gt;
Beide Ereignisse ($E=$ &amp;quot;zuerst eine 6&amp;quot; und $F=$ &amp;quot;dann eine 3&amp;quot;) sind unabhängig. Somit gilt nach der Multiplikationsregel:&lt;br /&gt;
$$P(6er \cap 3er)=P(6er)\cdot P(3er)=\frac{1}{6}\cdot \frac{1}{6}=\frac{1}{36}$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Geburtstagsparadoxon: Anwendung der Gegenwahrscheinlichkeit und der Multiplikationsregel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{#ev:youtube|RIBrYgEhu2g}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist überhaupt Wahrscheinlichkeit - Wahrscheinlichkeit als Grenzwert der relativen Häufigkeit == &lt;br /&gt;
Eine Wahrscheinlichkeit ist eigentlich Maß für eine Erwartung. &lt;br /&gt;
Beim Würfeln gibt &lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$ &lt;br /&gt;
an, dass ungefähr in einem von 6 Würfen ein 3er erscheint. Im eigentlichen meint man aber eher folgendes: &amp;quot;''Wenn ich oft genug würfle, dann wird ungefähr in einem Sechstel aller Fälle ein 3er erscheinen''&amp;quot;. D.h. Die Wahrscheinlichkeit gibt den Grenzwert der [[Statistik|relativen Häufigkeit]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In der Mathematik drückt man den Grad der Erwartung durch eine reelle Zahl aus dem Intervall [0;1] aus und bezeichnet die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses E mit P(E) (=Propability/Probabilität von E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 hier noch ein Bsp zu Gesetz der großen Zahlen - Excel Liste, in der die relative Häufigkeit sich der tatsächlichen W. nähert.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>188.22.24.205</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Grundlagen&amp;diff=2407</id>
		<title>Wahrscheinlichkeit: Grundlagen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Grundlagen&amp;diff=2407"/>
		<updated>2014-11-01T14:56:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;188.22.24.205: /* Additions- und Multiplikationsregel sowie das Geburtstagsparadoxon */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung beschätfigen wir uns mit Zufallsexperimenten wie zum Beispiel &lt;br /&gt;
* dem Wurf einer Münze oder eines Würfels&lt;br /&gt;
* dem blinden Ziehen einer Kugel aus einer Urne&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
und wollen dabei bestimmen, wie wir die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines bestimmten Ereignisses abschätzen bzw. berechnen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsteig ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage zum Einstieg:&lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, beim Würfeln mit einem Würfel eine 3 zu Würfeln (vorausgesetzt natürlich, es handelt sich um einen fairen (perfekten) sechseitigen Würfel)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: Wahrscheinlichkeit für einen 3er$=\frac{1}{6}\approx 0.167 = 16.7$%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgekürzt schreibt man auch&lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$&lt;br /&gt;
wobei $P(3er)$ für &amp;quot;''Wahrscheinlichkeit (engl. '''p'''robability) von einer 3''&amp;quot; steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kommt man übrigens auf $\frac{1}{6}$? &lt;br /&gt;
Ganz einfach: Insgesamt gibt es 6 mögliche Versuchsausgänge (1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er) und nur bei einem davon kommt eine 3. &lt;br /&gt;
Also: Bei 1 von 6 $=\frac{1}{6}$ aller Ausgänge kommt ein 3er. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffe ==&lt;br /&gt;
* Die Menge aller möglichen Versuchsaufgänge nennt man $Ereignismenge\ \Omega$  &lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $\Omega=\{ 1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er\}$&lt;br /&gt;
* Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Ereignisses $E$ wird mit $P(E)$ abgekürzt.&lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $E=$&amp;quot;ein 3er wird gewürfelt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundregeln und die Laplace'sche Wahrscheinlichkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Machen wir noch ein paar Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für eine 6?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 6er} }=\frac{1}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur einer davon (ein 6er) ist '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit einen 5er ODER einen 6er zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(5er\lor 6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 5er oder 6er} }=\frac{2}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur zwei davon (ein 5er oder 6er) sind '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= In einer Box sind 100 Lose. Nur 7 davon sind Gewinne. Du ziehst blind eines der Lose. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das gezogene Los ein Gewinn ist?&lt;br /&gt;
|2= Wie bei den oberen Beispielen überlegen wir uns wieder, wie viele '''mögliche''' Ausgänge es gibt (=100) und wie viele davon für uns '''günstig''' sind (=7). Damit gilt:&lt;br /&gt;
$$P(Gewinn)=\frac{7}{100}$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit können wir nun eine allgemeine Regel ableiten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= '''Regel von Laplace'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Zufallsversuch, bei dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) jedes Einzelereignis die gleiche Chance des Eintretens hat und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) es nur endlich viele verschiedene Einzelereignisse gibt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt für die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $E$:&lt;br /&gt;
$$P(E)=\frac{\textrm{Anzahl der für E günstigen Ausgänge} }{\textrm{ Anzahl der möglichen Ausgänge} }=\frac{ \textrm{günstige} }{\textrm{mögliche} }$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Violett: Quizzes und dynamische Aufgabenblätter| &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color:#FF3E96&amp;quot;&amp;gt; ? &amp;lt;/span&amp;gt;]]  Auf dieser [http://rfdz.ph-noe.ac.at/fileadmin/Mathematik_Uploads/Medienvielfalt/Medienvielfalt3/lernpfad_einfuehrung_wahrscheinlichkeitsrechnung/Lernpfad_Wahrscheinlichkeit/034_Bsp.html Seite] findest du weitere Übungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Gegenwahrscheinlichkeit sowie sichere und unmögliche Ereignisse ==&lt;br /&gt;
Zu allererst zwei Überlegungen: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= &lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendetwas passiert, ist 100%=1 (z.B. Wahrscheinlichkeit, dass man beim Münzwurf &amp;quot;Kopf&amp;quot; oder &amp;quot;Zahl&amp;quot; wirft ist 100%).&lt;br /&gt;
$$P(\Omega)=1$$&lt;br /&gt;
wobei $\Omega$ die Menge der möglichen Ereignisse ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für ein unmögliches Ereignis ist 0 (z.B. Wahrscheinlichkeit, beim '''Münz'''wurf eine 6 zu Würfeln)&lt;br /&gt;
$$P(unmögliches\ Ereignis)=0$$&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Nun zu folgendem Beispiel: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, '''keine''' 6 beim Wurf mit einem Würfel zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Hier gibt es zwei Lösungsmöglichkeiten:&lt;br /&gt;
#. Variante: $$P(kein\ 6er)=P(1er, 2er, 3er, 4er, 5er)=\frac{günstige}{mögliche}=\frac{5}{6}$$ &amp;lt;br&amp;gt; Das Problem ist, dass wir uns hier überlegen müssen, welche Ereignisse alle infrage kommen. Dies kann mitunter aufwändig werden. Einfacher geht es mit der&lt;br /&gt;
#.Variante:&lt;br /&gt;
$$P(kein\ 6er)=P(irgendetwas\ passiert)-P(6er)=1-P(6er)=1-\frac{1}{6}=\frac{5}{6}$$&lt;br /&gt;
Hier haben wir die gesuchte Wahrscheinlichkeit ($P(kein\ 6er)$) mithilfe der Gegenwahrscheinlichkeit ($P(6er)$) berechnet. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= '''Satz über die Gegenwahrscheinlichkeit'''&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $\bar{E}$ (&amp;quot;nicht $E$&amp;quot;) beträgt:&lt;br /&gt;
$$P(\bar{E})=1-P(E)$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= In einer Urne mit 20 Kugeln sind 5 blau, 3 rot, 7 gelb und 5 grün. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, keine blaue Kugel zu ziehen?&lt;br /&gt;
|2=&lt;br /&gt;
$$P(nicht\ blau)=1-P(blau)=1-\frac{5}{20}=\frac{1}{4}=25\%$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Additions- und Multiplikationsregel sowie das Geburtstagsparadoxon ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Additionsregel (&amp;quot;ODER&amp;quot;-Regel) ===&lt;br /&gt;
Zuerst eine kleine Definition:&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unvereinbar'''''&amp;quot;, wenn nicht beide zur selben Zeit auftreten können. Anders formuliert:&lt;br /&gt;
$$P(E\cap F)=0$$&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass $E$ '''und'''($=\cup$) $F$ zusammen eintreten, ist 0. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: Das Ereignis $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot;  und das Ereignis $F=$&amp;quot;ich würfle eine 1&amp;quot; sind beim Wurf mit einem Würfel unvereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel mit nicht unvereinbaren Ereignissen: $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot; und $F=$&amp;quot;ich würfle eine gerade Zahl&amp;quot;. Hier kann nämlich gleichzeitig $E$ und $F$ eintreten (nämlich, wenn ein 6er gewürfelt wird). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nun zur Additionsregel'''&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1=Sind zwei Ereignisse $E$ und $F$ unvereinbar, dann gilt:&lt;br /&gt;
$$P(E\cup F)=P(E)+P(F)$$&lt;br /&gt;
(Die Wahrscheinlichkeit $E$ '''oder''' ($=\cap$) $F$ zu erhalten ist die $P(E)$ plus $P(F)$) }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= &lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit beim Würfeln eine 6 '''oder''' eine 3 zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Das Ereignis $E=$&amp;quot;$6er\ würfeln$&amp;quot; und $F=$&amp;quot;$3er\ würfeln$&amp;quot; sind unvereinbar. Somit können wir unsere Additionsregel anwenden: &lt;br /&gt;
$$P(6er\cap 3er)=P(6er)+P(3er)=\frac{1}{6}+\frac{1}{6}=\frac{2}{6}$$}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Multiplikationsregel (&amp;quot;UND&amp;quot;-Regel)===&lt;br /&gt;
Zuerst wieder eine kleine Definition: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unabhängig voneinander'''''&amp;quot;, wenn das erste Ereignis keinen Einfluss auf das zweite hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beispiel: Ich werfe zweimal mit einem Würfel. Das Ergebnis des ersten Wurfs ($=E$) hat in der Regel nichts mit dem Ergebnis des zweiten Wurfs ($=F$) gemeinsam. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zur &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= '''Multiplikationsregel ('''UND'''-Regel):'''&lt;br /&gt;
Sind zwei Ereignisse $E$ und $F$ unabhängig voneinander, dann gilt für die Wahrscheinlichkeit, dass beide zusammenauftreten:&lt;br /&gt;
$$P(E\cap F)=P(E)\cdot P(F)$$&lt;br /&gt;
Die W., dass $E$ '''und'''($=\cap$) $F$ zusammen auftreten ist $P(E)$ mal $P(F)$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Es wird zweimal hintereinander mit einem Würfel geworfen. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass zuerst eine 6 und anschließend eine 3 gewürfelt wird.&lt;br /&gt;
|2=&lt;br /&gt;
Beide Ereignisse ($E=$ &amp;quot;zuerst eine 6&amp;quot; und $F=$ &amp;quot;dann eine 3&amp;quot;) sind unabhängig. Somit gilt nach der Multiplikationsregel:&lt;br /&gt;
$$P(6er \cap 3er)=P(6er)\cdot P(3er)=\frac{1}{6}\cdot \frac{1}{6}=\frac{1}{36}$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Geburtstagsparadoxon: Anwendung der Gegenwahrscheinlichkeit und der Multiplikationsregel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{#ev:youtube|RIBrYgEhu2g}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist überhaupt Wahrscheinlichkeit - Wahrscheinlichkeit als Grenzwert der relativen Häufigkeit == &lt;br /&gt;
Eine Wahrscheinlichkeit ist eigentlich Maß für eine Erwartung. &lt;br /&gt;
Beim Würfeln gibt &lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$ &lt;br /&gt;
an, dass ungefähr in einem von 6 Würfen ein 3er erscheint. Im eigentlichen meint man aber eher folgendes: &amp;quot;''Wenn ich oft genug würfle, dann wird ungefähr in einem Sechstel aller Fälle ein 3er erscheinen''&amp;quot;. D.h. Die Wahrscheinlichkeit gibt den Grenzwert der [[Statistik|relativen Häufigkeit]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In der Mathematik drückt man den Grad der Erwartung durch eine reelle Zahl aus dem Intervall [0;1] aus und bezeichnet die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses E mit P(E) (=Propability/Probabilität von E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 hier noch ein Bsp zu Gesetz der großen Zahlen - Excel Liste, in der die relative Häufigkeit sich der tatsächlichen W. nähert.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>188.22.24.205</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Grundlagen&amp;diff=2406</id>
		<title>Wahrscheinlichkeit: Grundlagen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Grundlagen&amp;diff=2406"/>
		<updated>2014-11-01T14:40:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;188.22.24.205: /* Gegenwahrscheinlichkeit sowie sichere und unmögliche Ereignisse */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung beschätfigen wir uns mit Zufallsexperimenten wie zum Beispiel &lt;br /&gt;
* dem Wurf einer Münze oder eines Würfels&lt;br /&gt;
* dem blinden Ziehen einer Kugel aus einer Urne&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
und wollen dabei bestimmen, wie wir die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines bestimmten Ereignisses abschätzen bzw. berechnen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsteig ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage zum Einstieg:&lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, beim Würfeln mit einem Würfel eine 3 zu Würfeln (vorausgesetzt natürlich, es handelt sich um einen fairen (perfekten) sechseitigen Würfel)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: Wahrscheinlichkeit für einen 3er$=\frac{1}{6}\approx 0.167 = 16.7$%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgekürzt schreibt man auch&lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$&lt;br /&gt;
wobei $P(3er)$ für &amp;quot;''Wahrscheinlichkeit (engl. '''p'''robability) von einer 3''&amp;quot; steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kommt man übrigens auf $\frac{1}{6}$? &lt;br /&gt;
Ganz einfach: Insgesamt gibt es 6 mögliche Versuchsausgänge (1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er) und nur bei einem davon kommt eine 3. &lt;br /&gt;
Also: Bei 1 von 6 $=\frac{1}{6}$ aller Ausgänge kommt ein 3er. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffe ==&lt;br /&gt;
* Die Menge aller möglichen Versuchsaufgänge nennt man $Ereignismenge\ \Omega$  &lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $\Omega=\{ 1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er\}$&lt;br /&gt;
* Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Ereignisses $E$ wird mit $P(E)$ abgekürzt.&lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $E=$&amp;quot;ein 3er wird gewürfelt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundregeln und die Laplace'sche Wahrscheinlichkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Machen wir noch ein paar Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für eine 6?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 6er} }=\frac{1}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur einer davon (ein 6er) ist '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit einen 5er ODER einen 6er zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(5er\lor 6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 5er oder 6er} }=\frac{2}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur zwei davon (ein 5er oder 6er) sind '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= In einer Box sind 100 Lose. Nur 7 davon sind Gewinne. Du ziehst blind eines der Lose. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das gezogene Los ein Gewinn ist?&lt;br /&gt;
|2= Wie bei den oberen Beispielen überlegen wir uns wieder, wie viele '''mögliche''' Ausgänge es gibt (=100) und wie viele davon für uns '''günstig''' sind (=7). Damit gilt:&lt;br /&gt;
$$P(Gewinn)=\frac{7}{100}$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit können wir nun eine allgemeine Regel ableiten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= '''Regel von Laplace'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Zufallsversuch, bei dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) jedes Einzelereignis die gleiche Chance des Eintretens hat und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) es nur endlich viele verschiedene Einzelereignisse gibt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt für die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $E$:&lt;br /&gt;
$$P(E)=\frac{\textrm{Anzahl der für E günstigen Ausgänge} }{\textrm{ Anzahl der möglichen Ausgänge} }=\frac{ \textrm{günstige} }{\textrm{mögliche} }$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Violett: Quizzes und dynamische Aufgabenblätter| &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color:#FF3E96&amp;quot;&amp;gt; ? &amp;lt;/span&amp;gt;]]  Auf dieser [http://rfdz.ph-noe.ac.at/fileadmin/Mathematik_Uploads/Medienvielfalt/Medienvielfalt3/lernpfad_einfuehrung_wahrscheinlichkeitsrechnung/Lernpfad_Wahrscheinlichkeit/034_Bsp.html Seite] findest du weitere Übungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Gegenwahrscheinlichkeit sowie sichere und unmögliche Ereignisse ==&lt;br /&gt;
Zu allererst zwei Überlegungen: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= &lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendetwas passiert, ist 100%=1 (z.B. Wahrscheinlichkeit, dass man beim Münzwurf &amp;quot;Kopf&amp;quot; oder &amp;quot;Zahl&amp;quot; wirft ist 100%).&lt;br /&gt;
$$P(\Omega)=1$$&lt;br /&gt;
wobei $\Omega$ die Menge der möglichen Ereignisse ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für ein unmögliches Ereignis ist 0 (z.B. Wahrscheinlichkeit, beim '''Münz'''wurf eine 6 zu Würfeln)&lt;br /&gt;
$$P(unmögliches\ Ereignis)=0$$&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Nun zu folgendem Beispiel: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, '''keine''' 6 beim Wurf mit einem Würfel zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Hier gibt es zwei Lösungsmöglichkeiten:&lt;br /&gt;
#. Variante: $$P(kein\ 6er)=P(1er, 2er, 3er, 4er, 5er)=\frac{günstige}{mögliche}=\frac{5}{6}$$ &amp;lt;br&amp;gt; Das Problem ist, dass wir uns hier überlegen müssen, welche Ereignisse alle infrage kommen. Dies kann mitunter aufwändig werden. Einfacher geht es mit der&lt;br /&gt;
#.Variante:&lt;br /&gt;
$$P(kein\ 6er)=P(irgendetwas\ passiert)-P(6er)=1-P(6er)=1-\frac{1}{6}=\frac{5}{6}$$&lt;br /&gt;
Hier haben wir die gesuchte Wahrscheinlichkeit ($P(kein\ 6er)$) mithilfe der Gegenwahrscheinlichkeit ($P(6er)$) berechnet. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= '''Satz über die Gegenwahrscheinlichkeit'''&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $\bar{E}$ (&amp;quot;nicht $E$&amp;quot;) beträgt:&lt;br /&gt;
$$P(\bar{E})=1-P(E)$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Additions- und Multiplikationsregel sowie das Geburtstagsparadoxon ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Additionsregel (&amp;quot;ODER&amp;quot;-Regel) ===&lt;br /&gt;
Zuerst eine kleine Definition:&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unvereinbar'''''&amp;quot;, wenn nicht beide zur selben Zeit auftreten können. Anders formuliert:&lt;br /&gt;
$$P(E\cap F)=0$$&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass $E$ '''und'''($=\cup$) $F$ zusammen eintreten, ist 0. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: Das Ereignis $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot;  und das Ereignis $F=$&amp;quot;ich würfle eine 1&amp;quot; sind beim Wurf mit einem Würfel unvereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel mit nicht unvereinbaren Ereignissen: $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot; und $F=$&amp;quot;ich würfle eine gerade Zahl&amp;quot;. Hier kann nämlich gleichzeitig $E$ und $F$ eintreten (nämlich, wenn ein 6er gewürfelt wird). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nun zur Additionsregel'''&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1=Sind zwei Ereignisse $E$ und $F$ unvereinbar, dann gilt:&lt;br /&gt;
$$P(E\cup F)=P(E)+P(F)$$&lt;br /&gt;
(Die Wahrscheinlichkeit $E$ '''oder''' ($=\cap$) $F$ zu erhalten ist die $P(E)$ plus $P(F)$) }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= &lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit beim Würfeln eine 6 '''oder''' eine 3 zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Das Ereignis $E=$&amp;quot;$6er\ würfeln$&amp;quot; und $F=$&amp;quot;$3er\ würfeln$&amp;quot; sind unvereinbar. Somit können wir unsere Additionsregel anwenden: &lt;br /&gt;
$$P(6er\cap 3er)=P(6er)+P(3er)=\frac{1}{6}+\frac{1}{6}=\frac{2}{6}$$}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Multiplikationsregel (&amp;quot;UND&amp;quot;-Regel)===&lt;br /&gt;
Zuerst wieder eine kleine Definition: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unabhängig voneinander'''''&amp;quot;, wenn das erste Ereignis keinen Einfluss auf das zweite hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beispiel: Ich werfe zweimal mit einem Würfel. Das Ergebnis des ersten Wurfs ($=E$) hat in der Regel nichts mit dem Ergebnis des zweiten Wurfs ($=F$) gemeinsam. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zur &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= '''Multiplikationsregel ('''UND'''-Regel):'''&lt;br /&gt;
Sind zwei Ereignisse $E$ und $F$ unabhängig voneinander, dann gilt für die Wahrscheinlichkeit, dass beide zusammenauftreten:&lt;br /&gt;
$$P(E\cap F)=P(E)\cdot P(F)$$&lt;br /&gt;
Die W., dass $E$ '''und'''($=\cap$) $F$ zusammen auftreten ist $P(E)$ mal $P(F)$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Es wird zweimal hintereinander mit einem Würfel geworfen. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass zuerst eine 6 und anschließend eine 3 gewürfelt wird.&lt;br /&gt;
|2=&lt;br /&gt;
Beide Ereignisse ($E=$ &amp;quot;zuerst eine 6&amp;quot; und $F=$ &amp;quot;dann eine 3&amp;quot;) sind unabhängig. Somit gilt nach der Multiplikationsregel:&lt;br /&gt;
$$P(6er \cap 3er)=P(6er)\cdot P(3er)=\frac{1}{6}\cdot \frac{1}{6}=\frac{1}{36}$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Geburtstagsparadoxon: Anwendung der Gegenwahrscheinlichkeit und der Multiplikationsregel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{#ev:youtube|RIBrYgEhu2g}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist überhaupt Wahrscheinlichkeit - Wahrscheinlichkeit als Grenzwert der relativen Häufigkeit == &lt;br /&gt;
Eine Wahrscheinlichkeit ist eigentlich Maß für eine Erwartung. &lt;br /&gt;
Beim Würfeln gibt &lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$ &lt;br /&gt;
an, dass ungefähr in einem von 6 Würfen ein 3er erscheint. Im eigentlichen meint man aber eher folgendes: &amp;quot;''Wenn ich oft genug würfle, dann wird ungefähr in einem Sechstel aller Fälle ein 3er erscheinen''&amp;quot;. D.h. Die Wahrscheinlichkeit gibt den Grenzwert der [[Statistik|relativen Häufigkeit]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In der Mathematik drückt man den Grad der Erwartung durch eine reelle Zahl aus dem Intervall [0;1] aus und bezeichnet die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses E mit P(E) (=Propability/Probabilität von E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 hier noch ein Bsp zu Gesetz der großen Zahlen - Excel Liste, in der die relative Häufigkeit sich der tatsächlichen W. nähert.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>188.22.24.205</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Grundlagen&amp;diff=2405</id>
		<title>Wahrscheinlichkeit: Grundlagen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Grundlagen&amp;diff=2405"/>
		<updated>2014-11-01T14:37:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;188.22.24.205: /* Multiplikationsregel (&amp;quot;UND&amp;quot;-Regel) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung beschätfigen wir uns mit Zufallsexperimenten wie zum Beispiel &lt;br /&gt;
* dem Wurf einer Münze oder eines Würfels&lt;br /&gt;
* dem blinden Ziehen einer Kugel aus einer Urne&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
und wollen dabei bestimmen, wie wir die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines bestimmten Ereignisses abschätzen bzw. berechnen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsteig ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage zum Einstieg:&lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, beim Würfeln mit einem Würfel eine 3 zu Würfeln (vorausgesetzt natürlich, es handelt sich um einen fairen (perfekten) sechseitigen Würfel)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: Wahrscheinlichkeit für einen 3er$=\frac{1}{6}\approx 0.167 = 16.7$%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgekürzt schreibt man auch&lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$&lt;br /&gt;
wobei $P(3er)$ für &amp;quot;''Wahrscheinlichkeit (engl. '''p'''robability) von einer 3''&amp;quot; steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kommt man übrigens auf $\frac{1}{6}$? &lt;br /&gt;
Ganz einfach: Insgesamt gibt es 6 mögliche Versuchsausgänge (1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er) und nur bei einem davon kommt eine 3. &lt;br /&gt;
Also: Bei 1 von 6 $=\frac{1}{6}$ aller Ausgänge kommt ein 3er. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffe ==&lt;br /&gt;
* Die Menge aller möglichen Versuchsaufgänge nennt man $Ereignismenge\ \Omega$  &lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $\Omega=\{ 1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er\}$&lt;br /&gt;
* Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Ereignisses $E$ wird mit $P(E)$ abgekürzt.&lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $E=$&amp;quot;ein 3er wird gewürfelt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundregeln und die Laplace'sche Wahrscheinlichkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Machen wir noch ein paar Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für eine 6?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 6er} }=\frac{1}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur einer davon (ein 6er) ist '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit einen 5er ODER einen 6er zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(5er\lor 6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 5er oder 6er} }=\frac{2}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur zwei davon (ein 5er oder 6er) sind '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= In einer Box sind 100 Lose. Nur 7 davon sind Gewinne. Du ziehst blind eines der Lose. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das gezogene Los ein Gewinn ist?&lt;br /&gt;
|2= Wie bei den oberen Beispielen überlegen wir uns wieder, wie viele '''mögliche''' Ausgänge es gibt (=100) und wie viele davon für uns '''günstig''' sind (=7). Damit gilt:&lt;br /&gt;
$$P(Gewinn)=\frac{7}{100}$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit können wir nun eine allgemeine Regel ableiten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= '''Regel von Laplace'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Zufallsversuch, bei dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) jedes Einzelereignis die gleiche Chance des Eintretens hat und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) es nur endlich viele verschiedene Einzelereignisse gibt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt für die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $E$:&lt;br /&gt;
$$P(E)=\frac{\textrm{Anzahl der für E günstigen Ausgänge} }{\textrm{ Anzahl der möglichen Ausgänge} }=\frac{ \textrm{günstige} }{\textrm{mögliche} }$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Violett: Quizzes und dynamische Aufgabenblätter| &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color:#FF3E96&amp;quot;&amp;gt; ? &amp;lt;/span&amp;gt;]]  Auf dieser [http://rfdz.ph-noe.ac.at/fileadmin/Mathematik_Uploads/Medienvielfalt/Medienvielfalt3/lernpfad_einfuehrung_wahrscheinlichkeitsrechnung/Lernpfad_Wahrscheinlichkeit/034_Bsp.html Seite] findest du weitere Übungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Gegenwahrscheinlichkeit sowie sichere und unmögliche Ereignisse ==&lt;br /&gt;
Zu allererst zwei Überlegungen: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= &lt;br /&gt;
$$P(\Omega)=1$$&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendetwas passiert, ist 100%=1 (z.B. Wahrscheinlichkeit, dass man beim Münzwurf &amp;quot;Kopf&amp;quot; oder &amp;quot;Zahl&amp;quot; wirft ist 100%). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
$$P(unmögliches\ Ereignis)=0$$&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für ein unmögliches Ereignis ist 0 (z.B. Wahrscheinlichkeit, beim '''Münz'''wurf eine 6 zu Würfeln)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, '''keine''' 6 beim Wurf mit einem Würfel zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Hier gibt es zwei Lösungsmöglichkeiten:&lt;br /&gt;
#. Variante: $$P(kein\ 6er)=P(1er, 2er, 3er, 4er, 5er)=\frac{günstige}{mögliche}=\frac{5}{6}$$ &lt;br /&gt;
Das Problem ist, dass wir uns hier überlegen müssen, welche Ereignisse alles infrage kommen. Dies kann mitunter aufwändig werden. Einfacher geht es mit &lt;br /&gt;
#. $$P(kein\ 6er)=P(irgendetwas\ passiert)-P(6er)=1-P(6er)=1-\frac{1}{6}=\frac{5}{6}$$&lt;br /&gt;
Hier haben wir die gesuchte Wahrscheinlichkeit ($P(kein\ 6er)$) mithilfe der Gegenwahrscheinlichkeit ($P(6er)$) berechnet. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= '''Satz über die Gegenwahrscheinlichkeit'''&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $\bar{E}$ (&amp;quot;nicht $E$&amp;quot;) beträgt:&lt;br /&gt;
$$P(\bar{E})=1-P(E)$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Additions- und Multiplikationsregel sowie das Geburtstagsparadoxon ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Additionsregel (&amp;quot;ODER&amp;quot;-Regel) ===&lt;br /&gt;
Zuerst eine kleine Definition:&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unvereinbar'''''&amp;quot;, wenn nicht beide zur selben Zeit auftreten können. Anders formuliert:&lt;br /&gt;
$$P(E\cap F)=0$$&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass $E$ '''und'''($=\cup$) $F$ zusammen eintreten, ist 0. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: Das Ereignis $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot;  und das Ereignis $F=$&amp;quot;ich würfle eine 1&amp;quot; sind beim Wurf mit einem Würfel unvereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel mit nicht unvereinbaren Ereignissen: $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot; und $F=$&amp;quot;ich würfle eine gerade Zahl&amp;quot;. Hier kann nämlich gleichzeitig $E$ und $F$ eintreten (nämlich, wenn ein 6er gewürfelt wird). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nun zur Additionsregel'''&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1=Sind zwei Ereignisse $E$ und $F$ unvereinbar, dann gilt:&lt;br /&gt;
$$P(E\cup F)=P(E)+P(F)$$&lt;br /&gt;
(Die Wahrscheinlichkeit $E$ '''oder''' ($=\cap$) $F$ zu erhalten ist die $P(E)$ plus $P(F)$) }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= &lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit beim Würfeln eine 6 '''oder''' eine 3 zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Das Ereignis $E=$&amp;quot;$6er\ würfeln$&amp;quot; und $F=$&amp;quot;$3er\ würfeln$&amp;quot; sind unvereinbar. Somit können wir unsere Additionsregel anwenden: &lt;br /&gt;
$$P(6er\cap 3er)=P(6er)+P(3er)=\frac{1}{6}+\frac{1}{6}=\frac{2}{6}$$}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Multiplikationsregel (&amp;quot;UND&amp;quot;-Regel)===&lt;br /&gt;
Zuerst wieder eine kleine Definition: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unabhängig voneinander'''''&amp;quot;, wenn das erste Ereignis keinen Einfluss auf das zweite hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beispiel: Ich werfe zweimal mit einem Würfel. Das Ergebnis des ersten Wurfs ($=E$) hat in der Regel nichts mit dem Ergebnis des zweiten Wurfs ($=F$) gemeinsam. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun zur &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= '''Multiplikationsregel ('''UND'''-Regel):'''&lt;br /&gt;
Sind zwei Ereignisse $E$ und $F$ unabhängig voneinander, dann gilt für die Wahrscheinlichkeit, dass beide zusammenauftreten:&lt;br /&gt;
$$P(E\cap F)=P(E)\cdot P(F)$$&lt;br /&gt;
Die W., dass $E$ '''und'''($=\cap$) $F$ zusammen auftreten ist $P(E)$ mal $P(F)$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Es wird zweimal hintereinander mit einem Würfel geworfen. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass zuerst eine 6 und anschließend eine 3 gewürfelt wird.&lt;br /&gt;
|2=&lt;br /&gt;
Beide Ereignisse ($E=$ &amp;quot;zuerst eine 6&amp;quot; und $F=$ &amp;quot;dann eine 3&amp;quot;) sind unabhängig. Somit gilt nach der Multiplikationsregel:&lt;br /&gt;
$$P(6er \cap 3er)=P(6er)\cdot P(3er)=\frac{1}{6}\cdot \frac{1}{6}=\frac{1}{36}$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Geburtstagsparadoxon: Anwendung der Gegenwahrscheinlichkeit und der Multiplikationsregel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{#ev:youtube|RIBrYgEhu2g}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist überhaupt Wahrscheinlichkeit - Wahrscheinlichkeit als Grenzwert der relativen Häufigkeit == &lt;br /&gt;
Eine Wahrscheinlichkeit ist eigentlich Maß für eine Erwartung. &lt;br /&gt;
Beim Würfeln gibt &lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$ &lt;br /&gt;
an, dass ungefähr in einem von 6 Würfen ein 3er erscheint. Im eigentlichen meint man aber eher folgendes: &amp;quot;''Wenn ich oft genug würfle, dann wird ungefähr in einem Sechstel aller Fälle ein 3er erscheinen''&amp;quot;. D.h. Die Wahrscheinlichkeit gibt den Grenzwert der [[Statistik|relativen Häufigkeit]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In der Mathematik drückt man den Grad der Erwartung durch eine reelle Zahl aus dem Intervall [0;1] aus und bezeichnet die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses E mit P(E) (=Propability/Probabilität von E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 hier noch ein Bsp zu Gesetz der großen Zahlen - Excel Liste, in der die relative Häufigkeit sich der tatsächlichen W. nähert.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>188.22.24.205</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Grundlagen&amp;diff=2404</id>
		<title>Wahrscheinlichkeit: Grundlagen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Grundlagen&amp;diff=2404"/>
		<updated>2014-11-01T14:30:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;188.22.24.205: /* Additionsregel (&amp;quot;ODER&amp;quot;-Regel) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung beschätfigen wir uns mit Zufallsexperimenten wie zum Beispiel &lt;br /&gt;
* dem Wurf einer Münze oder eines Würfels&lt;br /&gt;
* dem blinden Ziehen einer Kugel aus einer Urne&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
und wollen dabei bestimmen, wie wir die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines bestimmten Ereignisses abschätzen bzw. berechnen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsteig ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage zum Einstieg:&lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, beim Würfeln mit einem Würfel eine 3 zu Würfeln (vorausgesetzt natürlich, es handelt sich um einen fairen (perfekten) sechseitigen Würfel)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: Wahrscheinlichkeit für einen 3er$=\frac{1}{6}\approx 0.167 = 16.7$%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgekürzt schreibt man auch&lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$&lt;br /&gt;
wobei $P(3er)$ für &amp;quot;''Wahrscheinlichkeit (engl. '''p'''robability) von einer 3''&amp;quot; steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kommt man übrigens auf $\frac{1}{6}$? &lt;br /&gt;
Ganz einfach: Insgesamt gibt es 6 mögliche Versuchsausgänge (1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er) und nur bei einem davon kommt eine 3. &lt;br /&gt;
Also: Bei 1 von 6 $=\frac{1}{6}$ aller Ausgänge kommt ein 3er. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffe ==&lt;br /&gt;
* Die Menge aller möglichen Versuchsaufgänge nennt man $Ereignismenge\ \Omega$  &lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $\Omega=\{ 1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er\}$&lt;br /&gt;
* Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Ereignisses $E$ wird mit $P(E)$ abgekürzt.&lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $E=$&amp;quot;ein 3er wird gewürfelt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundregeln und die Laplace'sche Wahrscheinlichkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Machen wir noch ein paar Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für eine 6?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 6er} }=\frac{1}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur einer davon (ein 6er) ist '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit einen 5er ODER einen 6er zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(5er\lor 6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 5er oder 6er} }=\frac{2}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur zwei davon (ein 5er oder 6er) sind '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= In einer Box sind 100 Lose. Nur 7 davon sind Gewinne. Du ziehst blind eines der Lose. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das gezogene Los ein Gewinn ist?&lt;br /&gt;
|2= Wie bei den oberen Beispielen überlegen wir uns wieder, wie viele '''mögliche''' Ausgänge es gibt (=100) und wie viele davon für uns '''günstig''' sind (=7). Damit gilt:&lt;br /&gt;
$$P(Gewinn)=\frac{7}{100}$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit können wir nun eine allgemeine Regel ableiten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= '''Regel von Laplace'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Zufallsversuch, bei dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) jedes Einzelereignis die gleiche Chance des Eintretens hat und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) es nur endlich viele verschiedene Einzelereignisse gibt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt für die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $E$:&lt;br /&gt;
$$P(E)=\frac{\textrm{Anzahl der für E günstigen Ausgänge} }{\textrm{ Anzahl der möglichen Ausgänge} }=\frac{ \textrm{günstige} }{\textrm{mögliche} }$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Violett: Quizzes und dynamische Aufgabenblätter| &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color:#FF3E96&amp;quot;&amp;gt; ? &amp;lt;/span&amp;gt;]]  Auf dieser [http://rfdz.ph-noe.ac.at/fileadmin/Mathematik_Uploads/Medienvielfalt/Medienvielfalt3/lernpfad_einfuehrung_wahrscheinlichkeitsrechnung/Lernpfad_Wahrscheinlichkeit/034_Bsp.html Seite] findest du weitere Übungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Gegenwahrscheinlichkeit sowie sichere und unmögliche Ereignisse ==&lt;br /&gt;
Zu allererst zwei Überlegungen: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= &lt;br /&gt;
$$P(\Omega)=1$$&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendetwas passiert, ist 100%=1 (z.B. Wahrscheinlichkeit, dass man beim Münzwurf &amp;quot;Kopf&amp;quot; oder &amp;quot;Zahl&amp;quot; wirft ist 100%). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
$$P(unmögliches\ Ereignis)=0$$&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für ein unmögliches Ereignis ist 0 (z.B. Wahrscheinlichkeit, beim '''Münz'''wurf eine 6 zu Würfeln)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, '''keine''' 6 beim Wurf mit einem Würfel zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Hier gibt es zwei Lösungsmöglichkeiten:&lt;br /&gt;
#. Variante: $$P(kein\ 6er)=P(1er, 2er, 3er, 4er, 5er)=\frac{günstige}{mögliche}=\frac{5}{6}$$ &lt;br /&gt;
Das Problem ist, dass wir uns hier überlegen müssen, welche Ereignisse alles infrage kommen. Dies kann mitunter aufwändig werden. Einfacher geht es mit &lt;br /&gt;
#. $$P(kein\ 6er)=P(irgendetwas\ passiert)-P(6er)=1-P(6er)=1-\frac{1}{6}=\frac{5}{6}$$&lt;br /&gt;
Hier haben wir die gesuchte Wahrscheinlichkeit ($P(kein\ 6er)$) mithilfe der Gegenwahrscheinlichkeit ($P(6er)$) berechnet. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= '''Satz über die Gegenwahrscheinlichkeit'''&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $\bar{E}$ (&amp;quot;nicht $E$&amp;quot;) beträgt:&lt;br /&gt;
$$P(\bar{E})=1-P(E)$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Additions- und Multiplikationsregel sowie das Geburtstagsparadoxon ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Additionsregel (&amp;quot;ODER&amp;quot;-Regel) ===&lt;br /&gt;
Zuerst eine kleine Definition:&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unvereinbar'''''&amp;quot;, wenn nicht beide zur selben Zeit auftreten können. Anders formuliert:&lt;br /&gt;
$$P(E\cap F)=0$$&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass $E$ '''und'''($=\cup$) $F$ zusammen eintreten, ist 0. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: Das Ereignis $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot;  und das Ereignis $F=$&amp;quot;ich würfle eine 1&amp;quot; sind beim Wurf mit einem Würfel unvereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel mit nicht unvereinbaren Ereignissen: $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot; und $F=$&amp;quot;ich würfle eine gerade Zahl&amp;quot;. Hier kann nämlich gleichzeitig $E$ und $F$ eintreten (nämlich, wenn ein 6er gewürfelt wird). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nun zur Additionsregel'''&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1=Sind zwei Ereignisse $E$ und $F$ unvereinbar, dann gilt:&lt;br /&gt;
$$P(E\cup F)=P(E)+P(F)$$&lt;br /&gt;
(Die Wahrscheinlichkeit $E$ '''oder''' ($=\cap$) $F$ zu erhalten ist die $P(E)$ plus $P(F)$) }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= &lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit beim Würfeln eine 6 '''oder''' eine 3 zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Das Ereignis $E=$&amp;quot;$6er\ würfeln$&amp;quot; und $F=$&amp;quot;$3er\ würfeln$&amp;quot; sind unvereinbar. Somit können wir unsere Additionsregel anwenden: &lt;br /&gt;
$$P(6er\cap 3er)=P(6er)+P(3er)=\frac{1}{6}+\frac{1}{6}=\frac{2}{6}$$}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Multiplikationsregel (&amp;quot;UND&amp;quot;-Regel)===&lt;br /&gt;
Zuerst wieder eine kleine Definition: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unabhängig voneinander'''''&amp;quot;, wenn das erste Ereignis keinen Einfluss auf das zweite hat. &lt;br /&gt;
Zum Beispiel: Ich werfe zweimal mit einem Würfel. Das Ergebnis des ersten Wurfs ($=E$) hat in der Regel nichts mit dem Ergebnis des zweiten Wurfs ($=F$) gemeinsam). }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Geburtstagsparadoxon: Anwendung der Gegenwahrscheinlichkeit und der Multiplikationsregel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{#ev:youtube|RIBrYgEhu2g}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist überhaupt Wahrscheinlichkeit - Wahrscheinlichkeit als Grenzwert der relativen Häufigkeit == &lt;br /&gt;
Eine Wahrscheinlichkeit ist eigentlich Maß für eine Erwartung. &lt;br /&gt;
Beim Würfeln gibt &lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$ &lt;br /&gt;
an, dass ungefähr in einem von 6 Würfen ein 3er erscheint. Im eigentlichen meint man aber eher folgendes: &amp;quot;''Wenn ich oft genug würfle, dann wird ungefähr in einem Sechstel aller Fälle ein 3er erscheinen''&amp;quot;. D.h. Die Wahrscheinlichkeit gibt den Grenzwert der [[Statistik|relativen Häufigkeit]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In der Mathematik drückt man den Grad der Erwartung durch eine reelle Zahl aus dem Intervall [0;1] aus und bezeichnet die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses E mit P(E) (=Propability/Probabilität von E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 hier noch ein Bsp zu Gesetz der großen Zahlen - Excel Liste, in der die relative Häufigkeit sich der tatsächlichen W. nähert.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>188.22.24.205</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Grundlagen&amp;diff=2403</id>
		<title>Wahrscheinlichkeit: Grundlagen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://archiv0.vobs.at/index.php?title=Wahrscheinlichkeit:_Grundlagen&amp;diff=2403"/>
		<updated>2014-11-01T14:29:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;188.22.24.205: /* Additionsregel (&amp;quot;ODER&amp;quot;-Regel) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung beschätfigen wir uns mit Zufallsexperimenten wie zum Beispiel &lt;br /&gt;
* dem Wurf einer Münze oder eines Würfels&lt;br /&gt;
* dem blinden Ziehen einer Kugel aus einer Urne&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
und wollen dabei bestimmen, wie wir die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines bestimmten Ereignisses abschätzen bzw. berechnen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsteig ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage zum Einstieg:&lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, beim Würfeln mit einem Würfel eine 3 zu Würfeln (vorausgesetzt natürlich, es handelt sich um einen fairen (perfekten) sechseitigen Würfel)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: Wahrscheinlichkeit für einen 3er$=\frac{1}{6}\approx 0.167 = 16.7$%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgekürzt schreibt man auch&lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$&lt;br /&gt;
wobei $P(3er)$ für &amp;quot;''Wahrscheinlichkeit (engl. '''p'''robability) von einer 3''&amp;quot; steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kommt man übrigens auf $\frac{1}{6}$? &lt;br /&gt;
Ganz einfach: Insgesamt gibt es 6 mögliche Versuchsausgänge (1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er) und nur bei einem davon kommt eine 3. &lt;br /&gt;
Also: Bei 1 von 6 $=\frac{1}{6}$ aller Ausgänge kommt ein 3er. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffe ==&lt;br /&gt;
* Die Menge aller möglichen Versuchsaufgänge nennt man $Ereignismenge\ \Omega$  &lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $\Omega=\{ 1er, 2er, 3er, 4er, 5er, 6er\}$&lt;br /&gt;
* Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Ereignisses $E$ wird mit $P(E)$ abgekürzt.&lt;br /&gt;
: Im obigen Beispiel war $E=$&amp;quot;ein 3er wird gewürfelt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundregeln und die Laplace'sche Wahrscheinlichkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Machen wir noch ein paar Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für eine 6?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 6er} }=\frac{1}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur einer davon (ein 6er) ist '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit einen 5er ODER einen 6er zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= $\underbrace{P(5er\lor 6er)}_{\textrm{Wahrscheinlichkeit für einen 5er oder 6er} }=\frac{2}{6}$&lt;br /&gt;
Grund: Es gibt wieder 6 '''mögliche''' Ausgänge und nur zwei davon (ein 5er oder 6er) sind '''günstig''' }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= In einer Box sind 100 Lose. Nur 7 davon sind Gewinne. Du ziehst blind eines der Lose. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das gezogene Los ein Gewinn ist?&lt;br /&gt;
|2= Wie bei den oberen Beispielen überlegen wir uns wieder, wie viele '''mögliche''' Ausgänge es gibt (=100) und wie viele davon für uns '''günstig''' sind (=7). Damit gilt:&lt;br /&gt;
$$P(Gewinn)=\frac{7}{100}$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit können wir nun eine allgemeine Regel ableiten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= '''Regel von Laplace'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Zufallsversuch, bei dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) jedes Einzelereignis die gleiche Chance des Eintretens hat und &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b) es nur endlich viele verschiedene Einzelereignisse gibt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt für die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $E$:&lt;br /&gt;
$$P(E)=\frac{\textrm{Anzahl der für E günstigen Ausgänge} }{\textrm{ Anzahl der möglichen Ausgänge} }=\frac{ \textrm{günstige} }{\textrm{mögliche} }$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Violett: Quizzes und dynamische Aufgabenblätter| &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color:#FF3E96&amp;quot;&amp;gt; ? &amp;lt;/span&amp;gt;]]  Auf dieser [http://rfdz.ph-noe.ac.at/fileadmin/Mathematik_Uploads/Medienvielfalt/Medienvielfalt3/lernpfad_einfuehrung_wahrscheinlichkeitsrechnung/Lernpfad_Wahrscheinlichkeit/034_Bsp.html Seite] findest du weitere Übungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Gegenwahrscheinlichkeit sowie sichere und unmögliche Ereignisse ==&lt;br /&gt;
Zu allererst zwei Überlegungen: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= &lt;br /&gt;
$$P(\Omega)=1$$&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendetwas passiert, ist 100%=1 (z.B. Wahrscheinlichkeit, dass man beim Münzwurf &amp;quot;Kopf&amp;quot; oder &amp;quot;Zahl&amp;quot; wirft ist 100%). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
$$P(unmögliches\ Ereignis)=0$$&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für ein unmögliches Ereignis ist 0 (z.B. Wahrscheinlichkeit, beim '''Münz'''wurf eine 6 zu Würfeln)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, '''keine''' 6 beim Wurf mit einem Würfel zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Hier gibt es zwei Lösungsmöglichkeiten:&lt;br /&gt;
#. Variante: $$P(kein\ 6er)=P(1er, 2er, 3er, 4er, 5er)=\frac{günstige}{mögliche}=\frac{5}{6}$$ &lt;br /&gt;
Das Problem ist, dass wir uns hier überlegen müssen, welche Ereignisse alles infrage kommen. Dies kann mitunter aufwändig werden. Einfacher geht es mit &lt;br /&gt;
#. $$P(kein\ 6er)=P(irgendetwas\ passiert)-P(6er)=1-P(6er)=1-\frac{1}{6}=\frac{5}{6}$$&lt;br /&gt;
Hier haben wir die gesuchte Wahrscheinlichkeit ($P(kein\ 6er)$) mithilfe der Gegenwahrscheinlichkeit ($P(6er)$) berechnet. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1= '''Satz über die Gegenwahrscheinlichkeit'''&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Ereignisses $\bar{E}$ (&amp;quot;nicht $E$&amp;quot;) beträgt:&lt;br /&gt;
$$P(\bar{E})=1-P(E)$$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Additions- und Multiplikationsregel sowie das Geburtstagsparadoxon ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Additionsregel (&amp;quot;ODER&amp;quot;-Regel) ===&lt;br /&gt;
Zuerst eine kleine Definition:&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unvereinbar'''''&amp;quot;, wenn nicht beide zur selben Zeit auftreten können. Anders formuliert:&lt;br /&gt;
$$P(E\cap F)=0$$&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, dass $E$ '''und'''($=\cup$) $F$ zusammen eintreten, ist 0. }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: Das Ereignis $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot;  und das Ereignis $F=$&amp;quot;ich würfle eine 1&amp;quot; sind beim Wurf mit einem Würfel unvereinbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel mit nicht unvereinbaren Ereignissen: $E=$&amp;quot;ich würfle eine 6&amp;quot; und $F=$&amp;quot;ich würfle eine gerade Zahl&amp;quot;. Hier kann nämlich gleichzeitig $E$ und $F$ eintreten (nämlich, wenn ein 6er gewürfelt wird). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nun zur Additionsregel'''&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Merke|1=Sind zwei Ereignisse $E$ und $F$ unvereinbar, dann gilt:&lt;br /&gt;
$$P(E\cup F)=P(E)+P(F)$$&lt;br /&gt;
(Die Wahrscheinlichkeit $E$ '''oder''' ($=\cap$) $F$ zu erhalten ist die $P(E)$ plus $P(F)$) }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Beispiel|1= &lt;br /&gt;
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit beim Würfeln eine 6 '''oder''' eine 3 zu würfeln?&lt;br /&gt;
|2= Das Ereignis $E=$&amp;quot;$6er\ würfeln$&amp;quot; und $F=$&amp;quot;$3er\ würfeln$ sind unvereinbar. Somit können wir unsere Additionsregel anwenden: &lt;br /&gt;
$$P(6er\cap 3er)=P(6er)+P(3er)=\frac{1}{6}+\frac{1}{6}=\frac{2}{6}$$}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Multiplikationsregel (&amp;quot;UND&amp;quot;-Regel)===&lt;br /&gt;
Zuerst wieder eine kleine Definition: &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Definition|1= 2 Ereignisse $E$ und $F$ sind &amp;quot;'''''unabhängig voneinander'''''&amp;quot;, wenn das erste Ereignis keinen Einfluss auf das zweite hat. &lt;br /&gt;
Zum Beispiel: Ich werfe zweimal mit einem Würfel. Das Ergebnis des ersten Wurfs ($=E$) hat in der Regel nichts mit dem Ergebnis des zweiten Wurfs ($=F$) gemeinsam). }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Geburtstagsparadoxon: Anwendung der Gegenwahrscheinlichkeit und der Multiplikationsregel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 {{#ev:youtube|RIBrYgEhu2g}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was ist überhaupt Wahrscheinlichkeit - Wahrscheinlichkeit als Grenzwert der relativen Häufigkeit == &lt;br /&gt;
Eine Wahrscheinlichkeit ist eigentlich Maß für eine Erwartung. &lt;br /&gt;
Beim Würfeln gibt &lt;br /&gt;
$$P(3er)=\frac{1}{6}$$ &lt;br /&gt;
an, dass ungefähr in einem von 6 Würfen ein 3er erscheint. Im eigentlichen meint man aber eher folgendes: &amp;quot;''Wenn ich oft genug würfle, dann wird ungefähr in einem Sechstel aller Fälle ein 3er erscheinen''&amp;quot;. D.h. Die Wahrscheinlichkeit gibt den Grenzwert der [[Statistik|relativen Häufigkeit]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In der Mathematik drückt man den Grad der Erwartung durch eine reelle Zahl aus dem Intervall [0;1] aus und bezeichnet die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses E mit P(E) (=Propability/Probabilität von E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 hier noch ein Bsp zu Gesetz der großen Zahlen - Excel Liste, in der die relative Häufigkeit sich der tatsächlichen W. nähert.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>188.22.24.205</name></author>
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